Lahr

Hamstern statt sparen

Autor: 
Klaus Körnich
Lesezeit 2 Minuten
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28. August 2009
Foto: dpa - Bald wird es ganz dunkel um die klassische Glühbirne.

Foto: dpa - Bald wird es ganz dunkel um die klassische Glühbirne.

Am kommenden Dienstag gehen für die ersten Glühbirnen die Lichter aus. Denn ab dem 1. September gilt das EU-weite Glühlampen-Verbot. Und was tun die Lahrer? Sie hamstern, hamstern und hamstern.
Lahr. Wer wenige Tage vor Beginn des EU-weiten Glühbirnen-Verbots in Lahr noch eine 100-Watt-Glühbirne kaufen möchte, könnte in Lahr so seine Schwierigkeiten bekommen. »100 Watt? Haben wir alle verkauft«, meldet zum Beispiel Monika Bendix, die im Einkaufszentrum Arena für die Haushaltswaren zuständig ist. »Wir hatten in den vergangenen Tagen schon einige Hamsterkäufer«, erklärt Monika Bendix. Auch die 60-Watt-Birnen sind in der Abteilung derzeit ausverkauft. Sie sind allerdings nachbestellt worden. Die Nachfrage nach der Glühbirne sei in den vergangenen Tagen schon gestiegen, bestätigt auch Ulrich Billian aus Reichenbach (Elektro Billian). Seine Kunden würden aber auch verstärkt nach Energiesparlampen fragen, fügt er hinzu. »Wenn man unter dem Klimaaspekt etwas ändern möchte, dann muss man etwas tun«, ist seine persönliche Meinung, auch wenn er das Glübirnen-Verbot als »Tropfen auf den heißen Stein« bezeichnet. Der Lahrer Media-Markt hingegen hat die alte Glühbirne schon vor einem halben Jahr aus dem Sortiment genommen. »Energiesparlampen verkaufen sich immer besser«, sagt Verkaufsleiter Christoph Engler, und auch vom Preis her seien die Energieleuchten mittlerweile mit den klassischen Birnen vergleichbar. Der Umweltbeauftragte der Stadt, Manfred Kaiser, hält die Hamsterkäufe für unsinnig. Grund hierfür seien »alte Vorurteile« gegen Energiesparlampen, meint er. Die gängigsten Vorurteile: Sie bräuchten lange, bis sie hell werden, gäben kaltes Licht und gingen schnell kaputt. Glübirnen keine Leuchten »Bei der Lichtfarbe gibt es verschiedene Ausführungen: Warmweiß kommt der Glühlampe nahe«, klärt der Experte auf. »Und gute Energiesparlampen lassen sich 30 000 Mal an- und ausschalten, bevor sie kaputt gehen.« Auch die manchmal heiß diskutierten Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder seien nicht belegt. Unstrittig sei jedoch unter Fachleuten, erklärt Kaiser, dass Glühbirnen wahrlich »keine Leuchten« seien: »Sie wandeln nur fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Besser sind da die Energiesparlampen: Sie sparen Energie, halten länger und entlasten so die Haushaltskasse«, erklärt der Lahrer Umweltbeauftragte Manfred Kaiser dem Lahrer Anzeiger.

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