Schwanau - Ottenheim

„Handwerkstatt“ fordert Ottenheimer Schüler

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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09. Oktober 2019

Die am Projekt teilnehmenden BvO-Schüler vor Bergpanorama mit Lehrer Sebastian Karl (ganz rechts). ©privat

Das neue Schuljahr hat begonnen, eine erste größere gemeinsame Erfahrung haben acht Neuntklässler der Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule mit ihrer Teilnahme am tri-nationalen Projekt „Handwerkstatt“ aber bereits geteilt. 

Impulse zur Berufsorientierung, dazu die Möglichkeit, Schüler anderer Nationen kennen zu lernen – diese Aspekte verknüpfte das zum zweiten Mal aufgelegte Projekt „Handwerkstatt“ der Stiftung Würth. In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV), Sektion Heilbronn erhielten 25 Schüler aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich Gelegenheit, eine Woche auf der Heilbronner Hütte (Montafon, Österreich) verschiedene handwerkliche Tätigkeiten praktisch auszuprobieren. 

Orientierung finden

Die „Handwerkstatt“ soll helfen, Schüler in der Orientierungsphase für Berufe im Handwerk zu sensibilisieren. Unter Anleitung von Experten verrichteten die Teilnehmer diverse Aufträge, darunter Neugestaltung eines Kneipp-Beckens, Bau einer Brücke, Herrichten von Pfaden und Errichten von Trockenmauern. 

Cosma Karl, Alia Bömelburg (beide 9a), Noah Sous, Laurin Herrenknecht, Bennet Ronneberger (alle 9b), Christian Liedel, Timo Schröder und Leana Befort (alle 9c) vertraten, begleitet von Lehrer Sebastian Karl (Berufsorientierung), beim Projekt die Bärbel-von-Ottenheim-Gemeinschaftsschule. Die Lehranstalt hatte sich für die Teilnahme eigens beworben. Mittlerweile hatten die Beteiligten Zeit, ihre Eindrücke nach Projektabschluss zu sortieren. Cosma Karl war begeistert: „Wir konnten Verschiedenes ausprobieren, die Verständigung mit den anderen Schülern ließ sich generell gut gestalten. Es war eine coole Entscheidung, mitzumachen.“

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Gerade mit den Niederländern entstanden enge Kontakte. „Der europäische Gedanke, Schüler aus anderen Nationen näher kennen zu lernen, war für mich sehr wichtig“, rekapituliert Karl. Und kann sogar konkret sagen: „Ich weiß jetzt, dass ein Bürojob nichts für mich ist.“ Alia Bömelburg, unter anderem beim Trail Marking aktiv, sieht es ähnlich: „Meine Erwartungen haben sich erfüllt. Mit den französischen Schülern haben wir die Woche über Französisch gesprochen, die Stimmung war toll.“ Man stehe mit einigen Schülern weiter in Kontakt. Auch die Erfahrungen der Woche überzeugten Alia: „Es war ein ganz anderes Arbeiten, mit ganz anderen Menschen als zu Hause.“ Noah Sous wirft scherzend ein, er sei vom örtlichen Essen nicht gänzlich überzeugt gewesen. 

Noah stuft das Projekt als „lohnende, aber einmalige Erfahrung“ ein. Bennet Ronneberger hat sich vorher nicht zu viele Gedanken gemacht. Er hebt hervor, dass sich der Austausch rege, „wie selbstverständlich“, ergab. 

Auch Timo Schröder und Christian Liedel steckten die Erwartungen nicht zu hoch. Die Annäherung ans Handwerk hat ihnen, gerade in den verschiedenen Gruppen, neue Erfahrungen und Austausch ermöglicht. Lehrer Sebastian Karl schildert: „Wir hatten vier Tage von über 20 Grad, das Panorama war einzigartig. Aber das Projekt hatte es auch in sich, wir waren jeweils von 8.30 Uhr bis 16 Uhr aktiv. Hinterher konnte man sehen, was gemeinsam geleistet wurde. Daneben bleiben Eindrücke wie Gipfelbesteigung und über zwei Stunden Wandern von 1700 auf 2800 Meter Höhe.“ 

Wichtig ist Karl ebenso: „Lehrer, Betreuer, Schüler, Experten – es war ein Generationen-Austausch, von dem alle profitierten.“ Aus Sicht der BvO-Schule freut Leiterin Angelika Walter, „dass die teilnehmenden Schüler über den Tellerrand schauen, ihre kulturelle Kompetenz erweitern konnten. Für uns als Schule war das eine sehr bereichernde Erfahrung“.

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