Lahr

Hirsch gibt neuen Denkanstoß

Autor: 
Burkhard Ritter
Lesezeit 3 Minuten
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13. September 2014

(Bild 1/2) Räumlichkeiten wären hier vorhanden: SPD-Fraktionschef Roland Hirsch könnte sich das ehemalige Roth-Händle-Gelände, das jetzt Zeit-Areal heißt, als alternativen Standort für die räumliche Zusammenlegung von Volkshochschule und Städtischer Musikschule vorstellen. ©Zeit-Areal (Computergrafik)

Für die beabsichtigte räumliche Zusammenlegung von Volkshochschule und Städtischer Musikschule war bislang nur das Alte Scheffel im Gespräch. Jetzt bringt SPD-Fraktionschef Roland Hirsch als Alternative das Zeit-Areal ins Spiel.

Lahr. Früher oder später will die Stadt Lahr ihre Bildungseinrichtungen Volkshochschule und Musikschule – und möglicherweise auch die Mediathek – räumlich zusammenführen. Die Standort-Überlegungen gehen bislang in Richtung Altes Scheffel. Dort werden bis in einem Jahr Räume frei, wenn die kreiseigene Brüder-Grimm-Schule ins Mauerfeld zieht, wo derzeit der Schulneubau entsteht.
Jetzt bringt Roland Hirsch (Foto), Fraktionsvorsitzender der SPD im Lahrer Gemeinderat, einen Alternativstandort ins Gespräch: das ehemalige Roth-Händle-Gelände, das seit geraumer Zeit als Zeit-Areal firmiert. Ob Räume dort generell in Frage kämen, will Hirsch im Gespräch mit Zeit-Areal-Investor Eckehard Ficht klären, wenn die SPD mit ihrer kommunalpolitischen Sommertour am kommenden Donnerstag, 18. September, im Zeit-Areal Station macht.
Als Standort vorstellen könnte sich Hirsch das Gelände am südlichen Rand der Kernstadt schon: »Das Zeit-Areal hat große Räume und ausreichend Parkplätze.« Musikschule und Volkshochschule könnten, so Hirschs Gedankengang, auch Frequenzbringer für die dort angesiedelten Firmen sein. »Es würde Leben einziehen«, hebt Hirsch Synergie-Effekte hervor. Bislang haben sich auf dem Areal rund 20 Unternehmen – großteils Start-up-Betriebe – etabliert. Am Eingang des Industriehofs will zudem ein Bad Krozinger Dienstleister ein Pflegeheim einrichten (wir berichteten).
Warum die Abkehr vom Alten Scheffel? Als grundsätzliche Abkehr will Hirsch seine Überlegungen nicht verstanden wissen, aber er hat so seine Bedenken: »Das ist ein altes Gebäude, das nie grundlegend saniert worden ist, immer nur punktuell.« Die Elektrik beispielsweise entspreche nicht dem Standard. Auch der Zuschnitt der Räume ist laut Hirsch fragwürdig: »Da gibt es zum Beispiel einen Raum mit sieben Türen und sieben verschiedenen Schlüsseln.«
»Lösung für Jahrzehnte«
Hirsch befürchtet, dass eine generelle »Ertüchtigung« des Alten Scheffel auf mehrere Millionen Euro kommen könnte. »Da müssen wir uns doch fragen, ob das überhaupt sinnvoll ist«, sagte der SPD-Fraktionschef im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger, »oder ob wir nicht neu denken müssen, was sich sonst anbieten würde.«
Hirsch strebt in der Standortfrage eigenen Worten zufolge »eine in sich schlüssige Lösung für die nächsten Jahrzehnte« an und will seine Idee zunächst mal als Diskussionsgrundlage verstanden wissen. Als Grundlage für konkretere Überlegungen müssten aber erst einmal Kostenpläne auf den Tisch. An der Zusammenlegung von Volkshochschule und Musikschule an sich führt nach Hirschs Überzeugung kein Weg vorbei. Er denkt an Synergie-Effekte: Ein gemeinsames Sekretariat könnte eingerichtet werden, beide Institutionen könnten Räume gemeinsam nutzen.

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