Schwanau - Nonnenweier

Historischer Förderverein Schwanau lädt zum Konzertabend

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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09. Dezember 2018

Sängerin Melanie Schäfer und Gitarrist Heiko Gottberg (Rastatt), zwei Aktive der Band »Jazz-Melounge«, überzeugten beim Konzertabend des HFV Schwanau. ©Thorsten Mühl

Mit einem thematisch maßgeblich von Jazz und Swing durchdrungenen Konzertabend, den »JazzMelounge« prägte, hat der Historische Förderverein (HFV) Schwanau am Freitagabend das Vereinsjahr mit einem wahren Knall ausklingen lassen.
 

Seit 24 Jahren besteht der HFV Schwanau, doch über 100 Interessierte aus allen vier Schwanauer Ortsteilen, Lahr, Friesenheim und Neuried bedeuteten am Freitag Rekordkulisse in der Nonnenweierer »Heimetstub’«. Der zentrale musikalische Anziehungspunkt des Abends waren Sängerin Melanie Schäfer und Gitarrist Heiko Gottberg (Rastatt), zwei Aktive der Band »Jazz-Melounge«. 

Schäfer, nicht nur professionelle Musikerin, sondern auch »ä echdes Allmeschwierer Maidli«, war bereits im Vorfeld des Konzerts überwältigt. »Dass die Veranstaltung in so kurzer Zeit komplett ausverkauft war, hat uns total gefreut. Hier, in diesem heimeligen Ambiente und vor heimischem Publikum auftreten zu können, ist Herausforderung und riesengroße Freude in einem«, so Schäfer vor dem Auftritt im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Auf die Frage, ob sie mit all ihrer jahrelangen Erfahrung vor einem Heimauftritt noch Nervosität kenne, überlegte die Sängerin nicht lange. »Na klar, denn vor Menschen, die man kennt, möchte man es natürlich auch besonders gut hinbekommen«, merkte sie offen an. 

»Jazz-Melounge« setzte bei ihrem zweimal 45 Minuten umfassenden Set auf seine ureigensten Stärken – moderner, soft interpretierter Jazz, Swing, Blues ganz eigener stilistischer Prägung und Attitüde. Hinzu gesellten sich einige traditionelle Advents- und Weihnachtslieder, »die wir auf unsere eigene Art und Weise zu Gehör bringen möchten«, hielt Heiko Gottberg fest.

Könner auf der Bühne

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Die Besucher konnten sich von Beginn an anschnallen und auf eine Reise voll guter Laune, mit inbrünstiger Leidenschaft, aber auch einer erstaunlich pointiert-leicht vorgetragenen Musik mitnehmen lassen. Dass zwei Könner auf der Bühne Präsenz zeigten, bezog sich nicht ausschließlich auf die Musik. Schäfer suchte immer wieder den direkten Kontakt zu den Zuhörern, erklärte Details zu den folgenden Stücken, zu »Jazz-Melounge« oder Anekdoten aus dem Musikeralltag. Sie fühlte sich sichtlich daheim in der »Heimetstub’«. 

Aber sie spielte sich auch gekonnt verbal die Bälle mit ihrem Gitarristen zu. Da dieser nebenbei auf technische Art einen »fehlenden« dritten Spieler kompensierte, nahm Melanie Schäfer auch darauf postwendend Bezug. »Heiko spielt also nicht nur zwei Instrumente, sondern weiß daneben auch noch alles«, bemerkte sie, zum Publikum gewandt. Gottbergs lakonisch-humoriger Kommentar lautete: »Aber nicht so viel wie du.«

Schäfers ungeheuer klare Stimme erreichte die Zuhörer und durchdrang deren Inneres, mal mit nachdenklich-tiefgründiger (Victor Young/»Beautiful Love«), mit eingängig-lächelnder (Stevie Wonder/»Isn’t she lovely«) und mit drängend-betörender Färbung (Tina Dickow/»Count to Ten«). Passend zum draußen herrschenden regnerischen Wetter, bot »Jazz-Melounge« im weiteren Verlauf des Abends Stücke wie »Here comes the rain again« (Eurythmics) und »Autumn leaves« (Eva Cassidy), ehe es bei Leonard Cohens »Hallelujah« vorweihnachtlich-feierlich in der »Heimetstub’« wurde. 

Gelungene Abrundung

Während zwei großartige Künstler am Ende auf der Bühne verdientermaßen gefeiert wurden, erwies sich das Gesamtpaket der Veranstaltung aus Sicht des HFV Schwanau zum Ende eines langen Vereinsjahrs als absolut gelungene Abrundung. Auch 2019 – dem Jubiläumsjahr des Vereins – werden wie bereits berichtet einige Überraschungen geboten sein.

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