Schuttermündung

Hochwasserschutz: Holschuh neuer Zweckverband-Vorsitzender

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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17. Januar 2019

Martin Holschuh ist neuer Vorsitzender des Zweckverbands »Hochwasserschutz Schuttermündung«. ©Thorsten Mühl

Nach acht Jahren hat beim Zweckverband »Hochwasserschutz Schuttermündung« das Amt des Vorsitzenden gewechselt. Der bisherige Stellvertreter, Schutterwalds Bürgermeister Martin Holschuh, wurde am Dienstagabend einhellig gewählt.

Im Hauptberuf lenkt Martin Holschuh als Bürgermeister die Geschicke der Kommune Schutterwald. Das Thema Hochwasserschutz an der Schutter ist ihm auch schon seit Jahren vertraut, seit 2011 fungierte er als Stellvertreter von Marco Steffens, dem Vorsitzenden des Zweckverbands  (ZV) »Hochwasserschutz Schuttermündung«.

Steffens, bisheriger Rathauschef Willstätts, ist als neuer OB Offenburgs jüngst eine Stufe in der Karriereleiter nach oben gestiegen. Für das frei werdende Amt an der ZV-Spitze wurde Holschuh in der Verbandsversammlung am Dienstag im Meißenheimer Rathaus vorgeschlagen. Und Hausherr Alexander Schröder konnte als Wahlleiter die einhellige Zustimmung der ZV-Mitglieder einholen, um den Wechsel offiziell zu vollziehen.

»Ganze Arbeit geleistet«

Schutterwalds Rathauschef sprach in aller Form seinem Vorgänger Dank aus: »Ich wünsche Marco Steffens in seiner neuen großen Aufgabe alles erdenklich Gute. Für den ZV hat er stets ganze Arbeit geleistet, wenn ich nur an das Schutter-Hochwasser 2013/2014 denke, durch das er uns geführt hat.« Die Position des Stellvertreters bleibt dagegen bis auf weiteres unbesetzt, der Tagesordnungspunkt wurde vertagt.

Holschuh begründete das Vorgehen damit, dass für die Besetzung der Position der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin Willstätts vorgesehen sei. In der Hanauerland-Kommune wird die Nachfolge von Marco Steffens mit der Wahl am 3. Februar geregelt. Daher soll die Wahl des neuen ZV-Stellvertreters in der nächsten Verbandsversammlung vollzogen werden.

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Im Sitzungsverlauf war unter anderem die Feststellung der Jahresrechnung 2017 wesentliches Thema. Mit rund 370.404 Euro im Verwaltungs- und rund 87.642 Euro im Vermögenshaushalt lagen die tatsächlichen Werte deutlich unter den Ursprungsansätzen von 380.000 beziehungsweise 764.000 Euro. 

Einmal mehr kam es nicht zu Fortschritten in Sachen »Pumpwerk Kaiserswald«, so dass es zu keiner Kreditaufnahme (615.000 Euro) kam, wie Verbandsrechner Ulrich Adrion begründete. So schloss der Gesamthaushalt mit rund 458.045 Euro (Ursprungsansatz: 1,14 Millionen Euro). Investiert hat der ZV 2017 für Maßnahmen insgesamt 17,7 Millionen Euro, aufgeteilt in Zuschüsse des Landes (10,01 Millionen Euro), Umlagen der Verbandskommunen (5,78 Millionen) sowie Kredite (1,91 Millionen).

»Pumpwerk Kaiserwald« 

Während der Rücklagenstand bei 640.000 Euro verharrte, lag der ZV-Schuldenstand Ende 2017 bei rund 486.178 Euro und die Geldvermögensrechnung schloss mit rund 25.415 Euro. Auch der Haushaltsplan 2019 wurde beraten. Der Gesamtansatz beträgt 1,18 Millionen Euro, aufgefächert in 394.000 Euro im Verwaltungs- und 787.000 Euro im Verwaltungshaushalt. Enthalten ist dabei wieder der vertraglich zugesicherte Vorteilsausgleich für das »Pumpwerk Kaiserswald«, außerdem eine Kreditaufnahme von 83.000 Euro für die Maßnahme »13/14«.

Stichwort Kreditaufnahmen: Insgesamt sind hier 698.000 Euro vorgesehen, der Höchstbetrag an Kassenkrediten soll 200.000 Euro nicht überschreiten. An Umlagezahlungen werden insgesamt 482.600 Euro festgesetzt. Jahresrechnung als auch Haushaltsplan wurden seitens der Versammlung jeweils einhellig beschlossen.

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