Zu viele Menschen aus Frankreich im Bad?

OB Ibert spricht sich gegen Ausweiskontrolle am Terrassenbad aus

Autor: 
red/lse
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12. August 2020
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Oberbürgermeister Markus Ibert ist gegen eine Beschränkung französischer Badegäste im Terrassenbad. ©Ulrich Marx

Oberbürgermeister Markus Ibert findet die Diskussionen um eine Gästebeschränkung für Menschen aus Frankreich im Terrassenbad bedauerlich. Eine Ausweiskontrolle am Eingang widerspreche europäischen Ideen.

In den sozialen Medien gibt es derzeit Diskussionen um die Einlasspolitik im Terrassenbad. Corona-bedingt dürfen aktuell höchstens 1000 Badegäste hinein – regelmäßig kommen bis zu einem Viertel davon aus Frankreich. Fünfmal in Folge musste das Bad in den vergangenen Tagen schon für Neuankömmlinge geschlossen werden, weil die 1000er-Marke erreicht war. Jetzt hat sich Oberbürgermeister Markus Ibert in einer Pressemitteilung der Stadt zu den Diskussionen um eine Beschränkung französischer Badegäste geäußert.

„Wir sind eine weltoffene, eine europäische Stadt! Gäste, auch Badegäste, sind uns stets willkommen“, betont Ibert am Anfang seiner Stellungnahme. Die coronabedingte Schließung der Grenzen sei schmerzhaft gewesen, deshalb habe er im Eurodistrikt die Resolution im April 2020 für eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützt.

„Widerspräche jeder europäischen Idee“

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Die Mitglieder des Eurodistrikts sprächen sich für Zusammenhalt, Solidarität und für einen europäischen Geist des grenzüberschreitenden Miteinanders. „Das ist für mich kein Sommerthema, dies gilt das ganze Jahr, aber auch im Sommer“, wird Ibert weiter zitiert.

Ibert findet deutliche Worte zu der Idee, Deutschen im Terrassenbad Vorrang zu geben: „Es widerspräche jeder europäischen Idee, am Eingang des Terrassenbades Ausweise zu kontrollieren und Nicht-Deutsche auszusperren. Ich finde es bedauerlich, dass dieses Thema überhaupt diskutiert werden muss.“

Gerade die Elsäßer seien gern gesehene Gäste in den Geschäften der Innenstadt, dringend benötigte Fachkräfte in den Betrieben und „willkommene Besucher im Terrassenbad“. Abschließend weist Ibert daraufhin, dass den Einheimischen die Vorteile des kurzen Weges und der Wiederöffnung des Terrassenbades ab 18 Uhr blieben. „Bisher war es an allen Tagen mit vorzeitiger Schließung ab 18 Uhr wieder möglich, ins Terrassenbad zu gehen,.“

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