Meißenheim

Imkergold ins Ried geholt

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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22. April 2019

Für die Imker Richard Kirner (links) und Paul Seiler bedeutet die Goldmedaille auch gleichzeitig eine Bestätigung ihrer Arbeit. ©Thorsten Mühl

Mit Richard Kirner (Kürzell) und Paul Seiler (Ottenheim) haben zwei Mitglieder des Bezirksimker-Vereins Ried bei der kürzlichen Honigprämierug des Landesverbands Badischer Imker jeweils eine Goldmedaille mit nach Hause gebracht.
 

Es ist wahrlich nicht so, dass Richard Kirner und Paul Seiler als Imker mit jahrelanger Erfahrung und einem Bestand von jeweils 24 Völkern noch keine Erfolge für das Produkt ihrer Bienen erhalten haben. »Seiler hält indes fest: »Es ist immer wieder schön, einen Preis zu gewinnen. Auf diese Weise ist auch zu sehen, wo man als Imker gerade steht.« Im konkreten Fall haben die beide Mitglieder des Bezirksimker-Vereins Ried Gold mit ins Ried gebracht. In Konstanz fand unlängst der Landesverbandstag der badischen Imker statt. Alle zwei Jahre findet in diesem Rahmen auch eine Honigprämierung statt.

Nach Reglement

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Die Vorbereitungen für die Teilnahme an dieser Prämierungen beginnen bereits Monate vorher. Fünf Pfund-Gläser Honig aus derselben Charge müssen die Imker dazu – wahlweise in flüssigem oder cremigem Zustand – beim Verband abgeben. Verwendet werden durfte dabei laut Reglement, lediglich Honig aus den Jahren 2017 und 2018. Kirner gab die Fracht nicht per Post, sondern lieber persönlich Anfang des Jahres ab: »Ich gehe da einfach kein Risiko sein, der Honig ist mir dann doch etwas zu wertvoll.« Während Richard Kirner fein-cremigen Blütenhonig abgab, entschied sich Paul Seiler für Tannenhonig. Die zur Prämierung abgegebenen Gläser werden natürlich anonym vorgelegt und seitens einer siebenköpfigen Fachjury, unter Leitung der Honig-Obfrau, unter die Lupe genommen. 

Dabei kommen bundesweit einheitlich festgelegte Parameter in der sensorischen Prüfung zum Tragen. »Der Honig wird auf Sauberkeit, Aufmachung, Zustand, Geruch und Geschmack hin untersucht«, erklärt Richard Kirner. Außerdem werde auch die Uni Hochheim zur Analyse einbezogen. Am dortigen Fachinstitut werden Bestandteile wie der Wassergehalt (sollte möglichst niedrig sein), das Vorhandensein bestimmter Enzyme und Mineralien sowie Folgen etwaiger Wärme oder Lagerungsdefizite untersucht. Benotet werden die Kriterien jeweils mit einer Punkteskala zwischen null und fünf Zählern. Nach dieser eingehenden und ausführlichen Prozedur standen die besten unter den diesmal beteiligten 211 Bewerbern aus ganz Baden fest.

Dabei zeigte die Verteilung, auf welch hohem Qualitätsniveau sich die Bewerber befanden. Lediglich sieben abgegebene Beiträge fielen ganz aus der Wertung, fünfmal wurde Bronze vergeben, dazu kamen rund 50 Silbermedaillen. Unter dem Strich also rund 150 Goldmedaillen, wovon auch die beiden Teilnehmer aus dem Ried profitierten. »Der Erfolg ist eine Bestätigung, denn es steckt eine Menge Arbeit dahinter«, sagen Richard Kirner und Paul Seiler übereinstimmend. Das Kompliment in Form der vielen Gold-Auszeichnungen betreffe aber auch den badische Honig insgesamt. »Wir sind in de glücklichen Lage, in sehr guten natürlichen Bedingungen tätig sein zu können. Das ist enorm wichtig, um qualitativ hochwertigen Honig zu erhalten«, verdeutlicht Seiler.

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