Schwanau - Nonnenweier

In Nonnenweier die Grundlagen der Selbsthypnose vermittelt

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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11. August 2018

Probleme wie beispielsweise Stress, Schlafstörungen oder Ängste können durch Hypnosetherapie aufgelöst werden. ©Hans Weide

Im Rahmen der Riedwoche wurde in Nonnenweier an zwei Kursabenden Hypnosetherapie vermittelt. Als eine positive Erfahrung schilderten die Teilnehmer abschließend das Angebot.
 

Selbsthypnose, das ist zunächst einmal ein Begriff, über den man im allgemeinen keine konkreten Vorstellungen hat. Diejenigen, die an den zwei Kursabenden unter der Leitung von Vera Krakovic aus Schuttertal teilgenommen haben, wissen inzwischen nicht nur mehr darüber, sondern haben auch Möglichkeiten kennengelernt, sie entsprechend für sich anzuwenden. Die Dozentin lehrt die Hypnotherapie nach Milton Erickson, eine der bekanntesten hypnotischen Lehrarten. 

Darunter versteht man eine sanfte und effektive Methode, um Veränderungen zu bewirken. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Unbewussten. So können mithilfe ihrer Stärken viele Probleme wie Stress, Ängste, Mobbing, Schlafstörungen und anderes aufgelöst werden. Zusätzlich hilft das Erlernen von Selbsthypnose, selbstbestimmt neue Wege und Lösungen zu finden.   

Zum Kursabend im Gymnastikraum der Ludwig-Frank-Schule in Nonnenweier saßen die Teilnehmer im Kreis um die Therapeutin und lassen den ersten Abend noch einmal Revue passieren. Auf die Frage der Kursleiterin, wie man den Abend im Nachhinein erlebt habe, kamen unterschiedliche Antworten. Einig ist man sich jedoch, dass es eine positive Erfahrung war, und mit dem Erlebten Wege aufgezeigt wurden, wie man mit bestimmten schwierigen Situationen besser umgehen kann. Einheitliche Erkenntnis war auch, dass man ruhiger geworden ist.

Wirkungsweise

Die unterschiedlichen Erfahrungen erklärte die Kursleiterin. Man müsse davon ausgehen, dass die einzelnen Übungen bei jedem Menschen anders wirken. Das hänge von der Situation, in der sich der Betroffene befindet und der unterschiedlichen Mentalität ab. Auch wie oft und wie lange man die einzelnen Übungen ausführe, spiele dabei eine Rolle. In diesem Zusammenhang empfahl sie drei- bis viermal wöchentlich oder bei Bedarf in einer entsprechenden aktuellen Situation. Man solle sich auf jeden Fall einen Zeitrahmen schaffen. Wichtig sei auch ein geschützter Raum.
Was Vorstellungskraft bewirken kann, bewiesen die nächsten gemeinsamen Übungen. So es war zum Beispiel möglich, den ausgestreckten Arm ohne eine Körperdrehung nach Vorgaben der Therapeutin im Rahmen einer Konzentrationsübung weitaus weiter zu drehen. 

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Noch erstaunlicher war das Ergebnis bei dem den Teilnehmern eingeredet wurde, dass ihre Arme immer schwerer werden und sich zum Schluss die zuvor geöffneten Hände anziehen, was dann auch wirklich bei den Meisten geschah. Neben der Erkenntnis, was Vorstellungskraft bewirken kann, dürfte auch die Entspannung, ein weiterer guter Effekt der Übungen gewesen sein. 

Totale Entspannung

Kernpunkt des Abends war jedoch, im Rahmen von Trance eine vollkommene Entspannung zu erleben, in der man unter anderem sich selbst finden und erkennen sollte. Liegend oder sitzend wurden deshalb die Betroffenen von der Dozentin in diese als stark oder herabgesetzte bezeichnete Wachheit versetzt, um dann anschließend wieder einfühlsam in die Wirklichkeit zurückgerufen zu werden. »Wie hat man nun diesen Zustand erlebt?« Das war anschließend die Frage. 

Die Antworten waren sehr unterschiedlich von »ich habe mich wie ein Fisch im Wasser oder schwerelos gefühlt« bis »ich sah mich wie in einem Kino« oder »ich konnte mich loslassen«. Gemeinsam war auch hier das Gefühl der vollständigen Entspannung. 

Im Abschlussgespräch kam zum Ausdruck, dass man eine Fortsetzung wünscht, beziehungsweise, dass ein Bedarf für weitere Veranstaltungen auf dieser Ebene besteht. Die Dozentin beabsichtigt daher weitere Kurse anzubieten. 

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