Lahr/Schwarzwald

Integration von Jugendlichen ist in Lahr auf einem guten Weg

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 2 Minuten
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16. Januar 2019

Den Besuch des Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner (rechts) beim Jugendmigrationsdienst in Lahr begleiteten (von links) Giles Stacey, Annedore Braun, Andrea Zehnle, Inese Freija-Neimane und Gabriele Moser. ©SPD

»Die Integration von Flüchtlingen ist in Lahr auf einem guten Weg« –  dies hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner von Annedore Braun, Leiterin der  Dienststelle der Diakonie in Lahr, bei seinem Besuch beim Jugendmigrationsdienst erfahren.

Aus Sicht der Diakonie seien rund 80 Prozent der Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit vermittelbar, so Braun. Diese positive Nachricht gelte es immer wieder allen Skeptikern in bezug auf die Themenfelder »Migration« und »Integration« entgegenzuhalten. Für die Minderheit, die beim Schritt in Arbeit oder Ausbildung Probleme haben, forderte Braun schnellere Arbeitserlaubnisse oder psychologische Traumaberatung.

Bessere Unterstützung

Auch Fechner forderte bei seinem Besuch, die Mehrheit der »anständigen« Zuwanderer, die bei uns arbeiten, besser zu unterstützen. Die SPD wolle deshalb, dass Menschen, die nicht verfolgt sind, aber eine Arbeitsstelle gefunden haben, bei uns bleiben können. 

»Bei unserem Fachkräftemangel wäre es dumm, wenn wir fleißige Menschen aus anderen Ländern zurückschicken, obwohl diese bei uns Arbeit gefunden haben und sich integrieren.« Auf der anderen Seite müsse aber härter gegen diejenigen vorgegangen werden, die ihr Aufenthaltsrecht missbrauchen und Straftaten begehen. Dazu gehöre auch eine verbesserte Abschiebepraxis. 

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Probleme gibt es laut Braun auch immer wieder bei Eheschließungen in Deutschland, weil nicht alle Migranten gültige Geburtsurkunden haben und diese schwer zu beschaffen sind. Fechner bestätigte, dass an dieser Stelle Lösungen gefunden werden müssten, nicht aber im Fall von Kinderehen. 

Lange Asylverfahren

Beklagt wurden von Seiten des Jugendmigrationsdienstes auch die zum Teil sehr lang dauernden  Asylverfahren. Wenn selbst nach drei Jahren noch immer keine Anhörung eines Asylsuchenden stattgefunden habe, sei dies für alle Seiten unzumutbar. Mit mehr Personal bei den zuständigen Behörden wolle das Bundesinnenministerium hier rasch Abhilfe schaffen, berichtete der Abgeordnete aus der Bundeshauptstadt. 

Auch sollten die Landesvertreter der Grünen im Bundesrat nicht länger der Qualifizierung der nordafrikanischen Staaten als sichere Herkunftsländer blockieren. 

»Die Diakonie leistet mit ihren Beratungsdiensten einen wichtigen Beitrag für die Integration von Zuwanderern in Lahr«, lobte Fechner abschließend.

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