1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell

Jubiläumsbier wird ein "extrem süffiges Helles"

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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19. Oktober 2015
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Prost! Eine Gruppe aus Friesenheim und Heiligenzell probierte Bier fürs Jubiläum.

Prost! Eine Gruppe aus Friesenheim und Heiligenzell probierte Bier fürs Jubiläum. ©Wolfgang Schätzle

Noch ist es nicht gebraut. Aber einen Vorgeschmack, wie das Festbier für 2016 werden könnte, das bekam eine kleine Delegation aus Friesenheim und Heiligenzell beim Besuch der Brauerei Bauhöfer in Renchen-Ulm.

Zum Dorfjubiläum in Oberweier im vergangenen Jahr machten sich 22 Männer und Frauen auf den Weg nach Renchen-Ulm, um bei der Brauerei Bauhöfer das Jubiläumsbier die 950-Jahrfeier zu küren. Am Freitag wurde die Brauerei erneut von einer Delegation aus der Großgemeinde aufgesucht. Diesmal waren es jedoch nur halb viele Teilnehmer, die das Festbier kosten wollten, das bei der 1000-Jahrfeier von Friesenheim und Heiilgenzell 2016 ausgeschenkt werden soll.

Exkurs zur Stammwürze

Die »Tester« erwartete ein kleines Empfangskomitee, bestehend aus Alexander Schneider, nicht nur sachkundig, sondern auch ein pfiffiger, unterhaltsamer Braumeister, wie sich im Laufe des Abend herausstellen sollte, Florian Nachtsheim vom Verkauf sowie Geschäftsführer Siegbert Meier. Dem obligatorischen Werbeblock folgte ein unfiltriertes Pils vom Fass zur Einstimmung auf die Bierprobe. Zugleich gab es einen kleinen Exkurs in Sachen »filtriert« und »unfiltriert«, was Gerhard Homberg zur Frage inspirierte: »Aber Alkohol wird keiner raus filtriert?« Nein, aber das gehe durchaus, antwortete augenzwinkernd der Braumeister. Der Alkoholgehalt, ob filtriert und unfiltriert, ist gleich. »Er hängt mit dem Stammwürzegehalt zusammen. Ein Viertel bis ein Drittel der Stammwürze wird durch Gärung in Alkohol umgewandelt.«

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Während Schneider zwei weitere »Super-Biere« kredenzte, fachsimpelte Geschäftsführer Meier mit seinen Gästen über das Erscheinungsbild des Bierkrugs, über Herstellung, Abrechnung und darüber, ob die Schrift nun schwarz bleiben oder blau werden solle. Kaiser Heinrich II (alias Helmut Britsch) brachte zudem Farbe mit ins Spiel. Schlussendlich blieb jedoch alles beim Alten, wie schon zuvor vereinbart – schwarz. Der Kaiser nahm es gefasst auf und tröstete sich mit dem »Pommes der Bierbrauer«, wohinter sich nichts anderes als Mais in Schälchen serviert verbarg. 1500 Steinkrüge sind vorgesehen und zum Weihnachtsmarkt soll es bereits Krüge zum Verkauf geben.

Eine weitere Frage war: Nur Festbier oder andere Sorten zulassen? Davon riet Schneider klar ab. Er plädierte nur fürs Festbier und versprach: »Ich mach des extrem süffig.« Ob es womöglich auch dunkel werde, wie gerade jenes, das zur Verkostung anstand? »Nein, euer Bier hat bis jetzt noch keine Farbe.« Aber wie es werden soll, dass weiß Schneider schon: ein helles Festbier, 13,7 Prozent Stammwürze, sechs Prozent Alkohol – »das ist mein absoluter Favorit.« Dass dies eine gute Option sei, meinten unter anderem auch Roland Herzog und Gerold Eichhorn, die zumindest vom Probieren eines ähnlichen Biers begeistert waren.

Werbung fürs Fest

Zum Schluss teilte Meier noch mit, dass bei den »Vollmondpartys« mit »Vollmond-Bier« im kommenden Jahr rund 30 000 bis 40 000 Flyer verteilt würden, auf deren Rückseite Werbung für die 1000-Jahrfeier in Friesenheim und Heiligenzell gemacht werde. »Kann schon sein, dass das Einfluss hat – und das hat auch Einfluss, wir haben da schon Erfahrung darin«, so Meier.

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