Lahr

Jugendliche lernen Demokratie kennen

08. April 2017
&copy Archivfoto

Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß  (CDU) hat alle Schulen in seinem Wahlkreis aufgerufen, sich am Projekt »Juniorwahl 2017« zu beteiligen. »Am 24. September werden die Bürger unseres Landes einen neuen Bundestag wählen. Diese Wahl ist ein willkommener Anlass, auch Schülern Parlamentswahlen und deren Bedeutung näher zu bringen«, schreibt der  Abgeordnete in einer Pressemitteilung.

Die Juniorwahl sei eine Gelegenheit für Schüler unter 18 Jahre, Demokratie zu üben. Parallel zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen werden im Unterricht simulierte Wahlen vorbereitet und ausgeführt. Etwa einen Monat begleitet das Projekt die Schüler ab der Klassenstufe sieben aller Schulformen. Der Bundestag unterstützt das Projekt in diesem Jahr erstmals auch finanziell, wie Weiß weiter mitteilt.

Der Schwerpunkt liegt in der politischen Bildung. Hierfür stehen den Lehrern spezielle handlungs- und produktorientierte Unterrichtsvorschläge zum Thema »Wahlen und Demokratie« als Anregung und Ergänzung zu ihrem Unterricht zur Verfügung. Die Juniorwahl ist keine Wahl, sondern ein praxisorientiertes Konzept zur politischen Bildung: Am Ende des Unterrichts steht keine Klassenarbeit, sondern der Wahlakt auf dem Stundenplan.

Für die Schüler liegt der Höhepunkt in einer landes- beziehungsweise bundesweiten Wahl in der Woche vor dem jeweiligen Wahlsonntag. Sie kann als klassische Papier- oder Online-Wahl vorgenommen werden. Um Punkt 180 Uhr wird dann am Wahlsonntag das Ergebnis bekannt gegeben.

Das Projekt steht auf zwei Hauptsäulen: dem Unterricht und dem Wahlakt. Zum einen sind es die Lehrer, die das Thema im Unterricht behandeln, zum anderen sind es die Schüler, die den Urnengang selbst organisieren. 

Stichwort

Hintergrund

  • Die Juniorwahl gibt es seit 1999. Knapp eine Millionen Jugendliche haben sich seither beteiligt. Die erste bundesweite Juniorwahl in allen 16 Bundesländern fand parallel zur Bundestagswahl 2002 statt. Damals gaben 80 000 Jugendliche Ihre Stimme mit einer Wahlbeteiligung von 86 Prozent ab. 
  • An der Juniorwahl parallel zur Bundestagswahl 2017 nehmen aktuell 2053 Schulen teil (Stand: 5. April)
  • Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.juniorwahl.de
Autor:
red/ksk

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