Friesenheim - Heiligenzell

Katholischer Kirchenchor feiert Luzernarium in Heiligenzell

Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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15. Januar 2020

Stimmungsvolles Licht und Gitarrenklänge gab es beim Luzernarium in Heiligenzell. ©Wolfgang Schätzle

Den Abschluss des Weihnachtsfestkreises feiert Heiligenzell alljährlich mit einem besonderen Ritus. Am Sonntag hat der Kirchenchor zur Lichterfeier in die Herz-Jesu-Kirche bei schummrigem Kerzenschein und virtuosen Gitarrenklängen eingeladen.

Es gibt verschiedene Schreibweisen, verschiedene Bezeichnungen. Am Sonntag wurde in Heiligenzell zum Luzernar geladen. Ob Lucernarium, Lichtfeier oder Licht-Liturgie: In Heiligenzell spricht man vom Luzernarium. Diese feierliche Lichterfeier ist für viele Heiligenzeller immer etwas Besonderes, aber auch Gläubige aus den umliegenden Orten sowie einige Leute aus den Umlandgemeinden zog es wieder in die abgedunkelte Herz-Jesu Kirche. Nur wenig Licht leuchtete den Besuchern den Weg zu dieser Lichterfeier, zu der wie gewohnt der katholische Kirchenchor eingeladen hatte. Im weiten Rund des Kirchenschiffs war es dunkel – nur die Kerzen der Weihnachtsbäume im Altarraum, ein Stern sowie das Licht in der Weihnachtskrippe leuchteten. 

Besinnliche Stimmung

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Der feierliche Charakter zur Eröffnung prägte Pfarrer Steffen Jelic, der in einem mäßig langsamen Tempo zur Pavane des katalanischen Renaissance-Komponisten Luis Milán die leuchtende Osterkerze bedächtig hereintrug, begleitet von den Ministranten. Die Pavane des katalanischen Renaissance-Komponisten wurde hervorragend und einfühlsam von Linda Tsardakas aus Offenburg auf der klassischen Gitarre interpretiert. Tsardakas sorgte zudem mit Werken von Johann Sebastian Bach für wohlklingende, besinnliche Stimmung im Heiligenzeller Gotteshaus. 

Zum Luzenarsgesang „Du Licht vom Lichte“ wurde das Licht von den Ministranten in die Reihen der rund 200 Gläubigen getragen und von Kerze zu Kerze weitergegeben. Und im Altarraum wurden auf dem Boden rund um den Altar sowie auf dem Altar rot leuchtende Lichter entzündet, ebenso an der Krippe. Das Kircheninnere wurde nach und nach von unzähligen kleinen Lichtlein erfüllt – mal weiß, mal rot leuchtend. Pfarrer Jelic erinnerte daran, dass mit der Taufe Jesus der Weihnachtsfestkreis schließt. Immer am Sonntag nach Erscheinung des Herrn (6. Januar) feiert die Kirche dieses Fest der Taufe des Herrn. 

Bis zum Schluss wurden keine Leuchten in dem Gotteshaus angemacht. Ausnahmen bildeten zeitweise nur ein kleines, dezentes künstliches Licht für die Gitarrensoli von Linda Tsardakas sowie ein weiteres künstliches Licht für den gastgebenden Kirchenchor auf der Empore, dem Jungen Chor Heiligenzell als auch die Schola Friesenheim, die weitere musikalische Akzente, sei es beispielsweise in Psalmen oder Fürbitten setzten. Die musikalische Gesamtleitung oblag Georg Eichner. Mit der alten gregorianischen Melodie „Ite, missa est“, die von Leo Langer mit dem neuen Lied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ geschickt zu einem Nachtlied kombiniert wurde, klang die Lichterfeier aus.

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