Katzenpopulation

Katzenkolonien machen Probleme

Autor: 
Redaktion
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22. Juni 2021
Große Populationen freilebender Katzen machen Tierschützern in Lahr Sorgen. Eine Katzenschutzverordnung könnte Mensch und Tier helfen.

Große Populationen freilebender Katzen machen Tierschützern in Lahr Sorgen. Eine Katzenschutzverordnung könnte Mensch und Tier helfen. ©Julian Stratenschulte

Die Gemeinderatsfraktion Linke Liste Lahr & Tierschutzpartei will, dass Lahr eine Katzenschutzverordnung bekommt. Ziel ist die Verringerung des Tierleids und ein Beitrag zu echtem Tierschutz.

Die Fraktion Linke Liste Lahr & Tierschutzpartei will, dass sich der Gemeinderat mit Katzen auseinandersetzt. Ziel ist unter anderem eine Absenkung der Zahl freilebender Katzen. So hat sie einen Antrag zur Erlassung einer Katzenschutzverordnung bei der Stadt eingereicht. Darin geht es auch um die Frage, ob die Stadt den Haltern von Katzen härtere Regeln auferlegen soll. Der Gemeinderat soll in seiner kommenden Sitzung darüber befinden.

Schnelles Kastrieren

Eine Katzenschutzverordnung nach Paragraph 13 des Tierschutzgesetzes ermöglicht nicht das Erheben von Bußgeldern, sehr wohl aber das Einfangen von Katzen auch auf Privatgelände, das schnelle Kastrieren nach 48 Stunden erfolgloser Ermittlung verantwortlicher Personen sowie die Verpflichtung der katzenhaltenden Personen die Kosten für Kastration, Kennzeichnung und Registrierung selbst zu tragen.

Langfristige Kosteneinsparung

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„Eine Katzenschutzverordnung dient der langfristigen Kosteneinsparung sowohl der Stadtverwaltung als auch des Tierheims beziehungsweise des Tierschutzvereins und lindert gleichzeitig das Leid freilebender Katzen, in dem sie ihre Populationsgröße reduziert und kontrolliert“, schreibt die Fraktion hierzu. „Bereits 2019 haben die Zahlen der aufgenommenen Katzen im Lahrer Tierheim einen traurigen Höhepunkt von 300 aufgenommenen Katzen pro Jahr erreicht. Hinzu kommen etliche freilebende Katzen, die mitunter in größeren Katzenkolonien leben.“ Durch die Pandemie sei die Zahl hilfsbedürftiger Katzen weiter angewachsen und die gesundheitliche Situation der freilebenden Katzen verschlechtere sich mit zunehmenden Koloniegrößen.

Verantwortungsloses Verhalten

Erschwerend wirke sich das verantwortungslose Verhalten von Personen aus, die Katzen nicht richtig halten oder die Tiere sich selbst überlassen. Die Spannweite reiche von sogenannten „Katzen-Messis“, die übermäßig viele Tiere ansammeln, bis hin zu Menschen, die Katzen ganz bewusst aussetzen. „Manche katzenhaltende Personen lassen eher unbedarft eine unkontrollierte Vermehrung zu, andere vermehren ihre Katzen wiederum ganz gezielt, um sich etwa ein kleines Taschengeld mit den Jungtieren zu verdienen“, schreibt die Fraktion weiter. „Zusätzlich kommen speziell gezüchtete Rassekatzen auf den Markt, welche die Katzenpopulationen weiter mit in die Höhe treiben.

Viele Vorteile

Die hohen Vermehrungsraten unkastrierter Katzen führten zu den rund zwei Millionen verwilderten Hauskatzen, die in Deutschland auf der Straße leben.Die größten Vorteile einer Katzenschutzverordnung für die Tierheime beschreibt die Fraktion so: Schnellere Bearbeitung und Erledigung bei Fundfällen, eine deutlich kürzere Verweildauer, weniger Personalaufwand und weniger Kosten. Auch die Gemeinden könnten bei Aufwand und Kosten Vorteile erwarten. Auch für die Katzen sieht die Fraktion erhebliche Vorteile: So könnten Tiere schneller ihrem Besitzer zugeordnet werden, es gebe weniger Stress durch kürzere Verweildauer und schnellere Versorgung.
Am Ende schreiben die Antragsteller: „Mit einer Katzenschutzverordnung können Gemeinden die Katzenpopulationen langfristig und nachhaltig kontrollieren und somit zum echten Tierschutz und der effektiven Reduzierung von Tierleid beitragen.“

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