Lahr/Schwarzwald

Kindergarten Lahr-Hugsweier: Bis zu 24 Monate Wartezeit

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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22. Juni 2018

Zurzeit sind die Krippenkinder in Hugsweier oft im Freien zu sehen. ©Alfred Arbandt

Im evangelischen Kindergarten »Farbklecks« besteht aufgrund steigender Hugsweierer Kinderzahlen Erweiterungsbedarf. Die Maßnahme soll 2019 umgesetzt werden, die Einzelheiten wurden am Mittwoch in der Ratssitzung dargelegt.

Der Trend im Hugsweierer Kindergarten ist weiter ansteigend, man könnte auch sagen, die Einrichtung erlebt einen Boom. Leiterin Sabine Stolz stellte im Ortschaftsrat am Mittwoch die Zahlen vor. Die auf 50 Ü3- und zehn Krippenplätze aufgelegte Kita ist aktuell mit 50 beziehungsweise zwölf Plätzen voll ausgelastet. Die Warteliste umfasst 25 Kinder (15 Kindergarten, zehn Krippe). 

Die Aussichten für die beiden kommenden Jahre sehen so aus: 2018/2019 stehen 33 Kinder auf der Warteliste (17 Kindergarten, 16 Krippe), wobei die Wartezeit bis zu 14 Monate beträgt. Elf Kinder erhalten im Laufe des Jahres einen Platz (sieben Kita, vier Krippe). 2019/2020 stehen bisher 14 Kinder auf der Warteliste (neun Kindergarten, fünf Kita). Bis zu 24 Monate betrage die Wartezeit teilweise. Es stehen nur Hugsweierer oder Lahrer Kinder auf der Warteliste. 

Es komme vor, dass Kinder für einen Krippenplatz angemeldet würden, einen Platz dann aber erst für die Kita erhalten würden.

Aufgrund des elementaren Bedarfs steht nun die Planung im Raum, den evangelischen Kindergarten mittels Anbau auf neuestem Stand zu erweitern. Wie Silke Kabisch (Stadtbauamt) darlegte, sind dabei Umbau im Bestand als auch Neubauelemente, zwei Rampen und eine Außentreppe, ein außen angelegter Kinderwagenraum sowie zusätzliche Ausstattung (Wickeltisch, Trennwände, Garderoben) enthalten. 

Die Kostenschätzung beläuft sich derzeit auf rund 705 000 Euro, wobei die entsprechenden Mittel durch die Abteilung Gebäudemanagement für das Haushaltsjahr 2019 beantragt werden sollen. Der Technische Ausschuss wird nach entsprechender Beratung über die Großmaßnahme votieren. 

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Sabine Stolz und Ingrid Mitlöhner (Amt für Soziales, Schulen und Sport) führten die Auslastungs- und personellen Auswirkungen im Zuge der geplanten Erweiterung aus. 20 zusätzliche Kita- (dann also 70) und zehn zusätzliche Krippenplätze (dann 20) könnten angeboten werden. Aktuell umfasst das Betreuungsteam elf pädagogische Fachkräfte, dazu kommen ein Bufdi und eine PIA-Auszubildende. Das Ganze ist gleichbedeutend mit 7,4 Planstellen zuzüglich einer halben Stelle für eine Sprachförderkraft. 

Anhebung des Personals

Im Erweiterungsfall würde sich – je nach Öffnungszeiten und wie viel Randzeitenbetreuung erforderlich würde – eine Anhebung des Personalschlüssels um vier bis fünf Planstellen ergeben, so die momentane fachliche Schätzung.

Fraktionsübergreifend wurde in der Beratung des Ortschaftsrats übereinstimmend die dringende und zeitnahe Handlungserfordernis betont. Es sei überaus positiv, dass sich der evangelische Kindergarten einer weiter steigenden Beliebtheit erfreue. Allerdings sollten dann auch die entsprechenden räumlichen und personellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. 

Der Beauftragung der Abteilung Gebäudemanagement zur Beantragung der Finanzmittel für 2019 stimmte der Ortschaftsrat denn auch einhellig zu.
 

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