Umweltzertifizierung

Kirchengemeinde Friesenheim setzt auf den "grünen Gockel"

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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11. November 2019

Die evangelische Kirchengemeinde Friesenheim (hier die Kirche) hofft, nach 2008 wieder die Öko-Zertifizierung „Grüner Gockel“ zu erhalten. ©Wolfgang Schätzle

Die evangelische Kirchengemeinde Friesenheim setzt wieder auf den „Grünen Gockel“. Für den 10. Dezember nach 2008 ist eine Re-Validierung geplant.

Der „Grüne Gockel“ sei für ihn ganz wichtig, so Pfarrer Rainer Janus bei der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirche Friesenheim vergangene Woche im evangelischen Gemeindehaus. Schon im Jahr 2012 konnte die Kirchengemeinde nach dem strengen Reglement von EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert werden. „Das war ein großer Erfolg.“ Auf Dauer seien aber die Vorgaben von EMAS für die Kirchengemeinde schlichtweg zu streng gewesen, so der Pfarrer.

Ehrenamtliche Variante

Die Friesenheimer haben in Sachen „Grüner Gockel“ die ehrenamtliche Variante gewählt, die dem Umweltteam einfach mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Dies bedeutet, dass sich das Umweltteam bemüht und bemüht hat, die Baumaßnahmen der Kirchengemeinde aktiv mitzugestalten. Als Beispiele nannte Janus die Kirchenheizung, den Kindergarten und das Pfarrhaus. „Ich denke, die Arbeit war mehr als erfolgreich.“ 

Dass dem so ist, unterstrich der Pfarrer mit einer einzigen Zahl. Die evangelische Kirchengemeinde habe in den vergangenen elf Jahren, also seit der ersten Validierung im Jahr 2008, 70 Prozent ihres CO2-Bedarfs reduzieren können. Das habe nicht einmal die evangelische Landeskirche in Baden geschafft, die es „nur“ auf 40 Prozent schafften, merkte Janus an. 

Diese erfolgt in der Regel alle vier Jahre. 2016 hätte eine Validierung erfolgen müssen. Da war die Kirchengemeinde allerdings mit dem großen Jubiläumsjahrs von Friesenheim und Heiligenzell gefordert und 2017 beim großen Reformationsjahr, weshalb nun in diesem Jahr eine Re-Validierung des „Grünen Gockels“ ansteht. Diese ist für den 10. Dezember geplant und sei wichtig für die Kirchengemeinde, zumal vom „Grünen Gockel“ auch immer Förderungsmaßnahmen der Landeskirche abhängen.

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Das Umweltteam der Kirchengemeinde hat sich neu aufgestellt. Die wichtigste Änderung: Der Leiter des Umweltteams ist neu. Wolfgang Kienzler aus Oberweier obliegt nun diese Aufgabe. Neu besetzt ist auch die Funktion des Öffentlichkeitsbeauftragten, die künftig Janus selbst ausübt.

Handy-Sammelaktion

Der Pfarrer verwies abschließend darauf, dass vom Team auch zahlreiche kleinere Aktionen initiiert wurden, unter anderem eine Handy-Sammelaktion. 72 Handys seien zusammengekommen. Der Erlös aus dieser Aktion werde weiter gespendet, unter anderem an die Aktion „Brot für die Welt“. In der Weihnachtszeit wolle man noch einmal eine Handy-Sammelaktion anbieten.

Im Zusammenhang mit dem „Grünen Gockel“ werde es nun in der kalten Jahreszeit auch wieder Schildchen an den Kirchentüren geben, die auf das Schließen der Türen im Winter hinweisen. Bei offen stehenden Türen würde immer wieder die Heizung anspringen. Ohnehin dürfe die Heizung, um die Orgel zu schonen, sich nur um ein Grad in der Stunde verändern, merkte Janus an. 

Über die Arbeit des Umweltteams wolle man immer wieder im Pfarrbrief und auf der Homepage berichten, um so vielleicht auch weitere Mitstreiter für den „Grünen Gockel“ gewinnen zu können.

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