Schwanau - Ottenheim

Konzertabend der „Concordia“ Ottenheim mit Höhepunkten

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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27. Januar 2020

Das Programm beim Konzert- und Unterhaltungsabend der „Concordia“ überzeugte. ©Thorsten Mühl

Der Konzert- und Unterhaltungsabend des Ottenheimer Gesangvereins „Concordia“ und Gastchors „Lauschangriff“ (Dörlinbach) litt am Samstag zuweilen unter schwankender Stimmung seitens des Publikums. Für Höhepunkte war dennoch gesorgt.
 

Engagiert hatten sich die beide von Dirigent Simon Göppert geleiteten Chöre „Concordia“ und „Lauschangriff“ im Vorfeld auf den Samstag unter dem Motto „Ried trifft Tal“ vorbereitet. Die Dörlinbacher waren dazu eigens zu Proben nach Ottenheim gekommen.
 
Die heimlichen Stars

Engagement und Leidenschaft der Aktiven boten auch keinen Anlass zur Kritik. Bedauerlich waren jedoch wechselhafte Reaktionen seitens der Zuhörer, die den Akteuren zumindest nicht durchgängig jene Begeisterung zurückgaben, die sie verdienten. Dennoch war für Beifall und Höhepunkte gesorgt. Dass der Kinder-Projektchor „Concordinis“ als heimliche Stars des Abends fungierten, verstand sich fast von selbst. Leiterin Nicola Wahle hatte diesmal 16 Kinder zwischen drei und 13 Jahren vorbereitet. Das im Schnitt äußerst junge Ensemble sorgte unter anderem mit dem „Kartoffelsong“, „Feuer, Feuer“ (aus „Bibi und Tina“) sowie der charmant-frechen Zugabe „Schokolade“ für laute Reaktionen. 

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Rebekka Singler und Thomas Rothweiler sagten die Stücke des 2007 gegründeten Chors „Lauschangriff“ an. „Wir wollen Sie nicht angreifen, sondern Lust darauf bereiten, uns zuzuhören“, sagte Singler. Das lohnte sich, denn unter anderem mit dem Liebeslied „You're the reason“, von Göppert am Klavier sowie zwei weiteren jungen Instrumental-Solistinnen begleitet, gelang eine gefühlvolle Darbietung. Noch beeindruckender fiel die Zugabe „Adiemus“ aus, eine kraftvolle, in Kunstsprache verfasste Komposition des Walisers Karl Jenkins. Wem das Ganze spontan nichts sagt: 1994 war das Stück Begleitung eines bis heute bekannten Werbespots der Fluglinie „Delta Airlines“. Die Dörlinbacher Interpretation schlüpfte dem Zuhörer buchstäblich ins Ohr und unter die Haut, sorgte für wohlige Wellen und ein positives Gefühl. 

Ein großer Klangkörper

Der gemischte „Concordia“-Chor absolvierte zwei musikalische Blöcke. Sinatras Klassiker „New York, New York“ und „Danke für die Lieder“ (deutsche Version von Abbas „Thank you for the Music“) stachen hervor. Rot-grün – nicht im politischen, sondern im musikalischen Sinne – wurde es auf der Bühne, als „Concordia“ und „Lauschangriff“ ihre Stimmen zum großen Klangkörper vereinten. „Ihr von Morgen“, Udo Jürgens Mahnung an kommende Generationen, und „Ich wollte nie erwachsen sein“, das melancholische Lied der alten Meeresschildkröte Nessaja aus Peter Maffays Musical „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“, veredelt durch ein Solo Nicola Wahles, bildeten Höhepunkte des Abends. Hier trat aber auch der eingangs erwähnte Effekt ein – die Darbietung der stimmlichen Qualität hatte mehr Beifall (oder Aufmerksamkeit während des Auftritts) verdient.
 
Auch der aus gut 40 Stimmen bestehende „große“ Projektchor der „Concordia“ stach wieder heraus. Gerade das fröhlich-stampfende „Shut up and dance with me“ sorgte sogar für eine Premiere in der Geschichte der „Concordia“-Konzerte. Hier tanzte zwar nicht, wie im bekannten Film, der Kongress, aber die Rheinauenhalle. Angefangen am Tisch der Ehrengäste, begannen Pfarrerin Marie Jakobi-Stöbener, Ortsvorsteherin Silke Weber und auch Bürgermeister Wolfgang Brucker, gefolgt von weiteren Besuchern, den Vortrag mit Körper-Einsatz zu begleiten. „Damit hätten wir nie gerechnet, das hatten wir so auch noch nie. Das kommt bestimmt bei nicht allzu vielen Gesangvereinen so vor“, zeigte sich Silvia Leuthner, Mitglied im Vorstands-Team „Management“ der „Concordia“, am Sonntag begeistert.

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