Schwanau - Allmannsweier

Konzertabend des Männergesangvereins Allmannsweier

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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09. Dezember 2019

Die 25 Sänger des Allmannsweierer Projektchors stellten legten trotz kurzer Vorbereitungszeit beim Konzertabend in der Silberberghalle eine beeindruckende Leistung ab. ©Thorsten Mühl

Der Konzertabend des Männergesangvereins (MGV) Allmannsweier wurde am Samstag in der Silberberghalle durch Beiträge der Gastchöre MGV Reichenbach sowie den eigenen Projektchor begleitet. Gerade letzterer lieferte trotz kurzer Vorbereitung stark ab.
 

Der Konzertabend in der Silberberghalle fand einmal mehr vor nur mäßigem Besucherinteresse statt. Was zu bedauern war, denn am Einsatz aller Beteiligter mangelte es nicht. Hervorzuheben war im Rahmen des gut 105-minütigen Programms vor allem der Auftritt des 25-köpfigen (darunter 13 Frauen) Allmannsweierer Projektchors. 

Aufgrund längerer Ausfallzeit von Dirigent Thomas Lusch zu Jahresbeginn „konnten wir erst im Juni so richtig in die Vorbereitung starten“, erzählte Wilfried Zibold, Schriftführer des MGV Allmannsweier, am Rande dem Lahrer Anzeiger. Daher wurde auch „nur“ ein musikalischer Block von vier Liedern eingeübt, der aber wusste zu überzeugen. Insbesondere bei Peter Maffays „Über sieben Brücken musst du gehn“ und „Ich wollte nie erwachsen sein“ zeigte der gemischte Chor seine stimmliche Qualität. Elvira Karkossas Saxofon-Begleitung verlieh „Ich wollte nie erwachsen sein“ eine zusätzliche Note. Mit einer ganz eigenen Interpretation von Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“ wurde der Projektchor-Auftritt abgerundet.

Der gastgebende Chor des Männergesangvereins, ebenfalls unter Leitung Thomas Lusch, hatte unter seiner dünnen Personaldecke zu leiden. 15 Sängerstimmen sind stark grenzwertig, was die Erzeugung eines entsprechenden Klangkörpers angeht. Die Allmannsweierer schlugen sich während ihrer zwei gezeigten musikalischen Blöcke tapfer – gemessen an den leistbaren Möglichkeiten. Gut kamen Stücke wie „Island in the Sun“, „Liebe ist unendlich“ oder auch „Chiquita Rosa“ zum Tragen. 

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Den Einsatz gewürdigt

Bei anderen Beispielen, etwa dem einleitenden „Schwinge dich auf, mein Lied“ oder auch „Ein schöner Traum“ zeigte sich dagegen, dass einzelne Stimmlagen zu dünn besetzt waren, als dass die Kraft dieser Stücke in ihrer ganzen Wirkung auf die Bühne hätte gebracht werden können. So stießen die Allmannsweierer Sänger phasenweise an Grenzen – der Einsatz und das Engagement der Sänger wurden jedoch seitens der Zuhörer entsprechend gewürdigt. 

Der Gastchor des MGV Reichenbach hatte angesichts seiner 24 Aktiven weniger Probleme. Kräftige Stimmen sorgten bei „Ich hab’ dir geschaut in die Augen“ und „Aloha He“ für die gewünschte Wirkung. Ansonsten arbeitete Dirigent Reiner Kammerer mit dem Einsatz vom Band eingespielter Hintergrundmusik als Taktgeber. Ob dieses Stilmittel dem Zuhörer bei Stücken wie „Ein Jahr vergeht“ oder „Mich trägt mein Traum“ zusagt oder nicht, ist Geschmackssache. Was nicht passen wollte, war die Stückauswahl von „Tage wie diese“ (Die Toten Hosen) und „Conquest of Paradise“ (Vangelis). 

Zum Abschluss vereinten Allmannsweier und Reichenbach unter Leitung von Thomas Lusch ihre stimmlichen Kräfte zu einem großen Gesamtchor. „O Herr, welch ein Abend“ (solistisch unterstützt von Reiner Kammerer) und „Abendruhe“ wurden so zum Besten gegeben. Unter dem Strich blieb ein Konzert, das angesichts seiner schwachen Besucherzahl merklich litt, im MGV-Projektchor aber auch ein großes Plus aufwies. 

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