Lahr

Lahr beteiligt sich an den »Eine-Welt-Tagen«

Autor: 
Jacqueline Meier
Lesezeit 2 Minuten
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12. September 2017

Machen sich für fair gehandelte Produkte stark (von links): Manfred Kaiser, Christof Fischer-Rimpf, Alfred Schleimer, Jochen Walter, Tilman Petters. ©Jacqueline Meier

Fairtrade, der Handel mit Waren, die in der Produktion nachhaltig, fair bezahlt und nicht von Kinderhänden hergestellt werden, gewinnt immer mehr an Ansehen. Um das Bewusstsein dafür noch mehr zu stärken, bemüht sich die Stadt Lahr als Fair-Town, also »faire Stadt«, zertifiziert zu werden.

Als Fairtown-Aspirantin beteiligt sich Lahr an den »Eine-Welt-Tagen«. Mit 14 Veranstaltungen soll in Lahr darauf hingewiesen werden, dass es noch immer Produkte aus Dritte-Welt-Ländern gibt, die von Kindern, unter unwürdigen Bedingungen und bei schlechter Bezahlung produziert werden. Die Veranstaltungen sind Teil einer landesweiten Inititiative, an der 29 Kommunen und ein Landkreis mit verschiedenen Aktionen teilnehmen. Ziel ist es, das Bewusstsein für globale Themen zu schärfen, eigenes verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen und lokale Netzwerke zu stärken. 

Die Stadt Lahr hat sich zum Ziel gesetzt, zertifizierte Fairtrade-Town zu werden, also eine Stadt, die auf den Handel mit fair produzierten Waren achtet. Fünf Kriterien gilt es, vonseiten der Stadt zu erfüllen; zwei sind bereits erledigt. Der Gemeinderat hat schon im Frühsommer zugestimmt und die erforderliche Steuerungsgruppe gegründet, die sich aus Mitgliedern von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zusammensetzt. 

Den Handel überzeugen

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Nun müssen nur noch lokale Geschäfte, Restaurants und Cafés davon überzeugt werden, fair gehandelte Produkte anzubieten. Bei einer Einwohnerzahl von rund 45 000 sind dies laut Mindestvorgabe sechs Geschäfte und drei gastronomische Betriebe. Außerdem sollen in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen Waren aus fairem Handel verwendet werden. 

Einzelhandel und Gastronomie zu überzeugen, darin sehen die Verantwortlichen kein Problem. »Es gibt bereits in Supermärkten fair gehandelte Produkte«, sagte Bürgermeister Tilman Petters am Dienstag bei der Vorstellung der »Eine-Welt-Tage« im Weltladen Esperanza am Marktplatz. Bio und Fairtrade passten auch ganz gut zusammen, ergänzte Christof Fischer-Rimpf von der lokalen Agenda-21-Gruppe »Zukunftsfähige Welt«.

Das Produktangebot ist heute schon recht breit gefächert. Im Weltladen Esperanza gibt es schon recht viel Auswahl. »Nur Kleidung haben wir keine, weil die Räume dafür nicht ausreichen«, erklärt Alfred Schleimer vom Weltladen. Manfred Kaiser, Leiter der Stabsstelle Umwelt bei der Stadt Lahr,  macht deutlich, dass die regionalen Anbieter nicht übergangen werden sollen: »Was hier produziert werden kann, soll auch bezogen werden. Nur Dinge wie etwa Kaffee sollten nur aus fairem Handel kommen.«

Die Lahrer Agenda-Gruppe hat sich für ihr Programm einiges überlegt und für die 13 Veranstaltungen der »Eine-Welt-Tage« viele verschiedene Veranstalter mit ins Boot genommen (siehe »Termine« rechts).

Info

Termine

Mit 14 Veranstaltungen beteiligt sich Lahr an den »Eine-Welt-Tagen«. Die Termine im Einzelnen:
Donnerstag, 21. 9.: 18 Uhr, Forum Kino: Costa Rica – Multimedia-Schau des Freundeskreises Alajuela-Lahr.
Donnerstag, 21. 9.:  19.30 Uhr, Bürgerzentrum Stadtmühle: Klangschalen aus fairem Handel – ein Länderabend zum Thema Nepal mit Informationen und Workshop.
Montag, 25. 9.: 18 Uhr, Jugendcafé Sancta Maria: Bildervortrag zum Weltjugendtag 2019 in Panama. 
Sonntag, 1. 10.: 11.15 Uhr, Kirche St. Peter und Paul: Internationaler Erntedank-Gottesdienst mit anschließendem Essen. 
Donnerstag, 5. 10.: 10.30 Uhr, Gewerbliche Schulen Lahr: Lahrer Partnerschaften mit Alajuela/Costa Rica, Basis für den Schüleraustausch-Vortrag.
Mittwoch, 11. 10.: 18 Uhr, Altes Rathaus: Vortrag über das Umweltbildungsprojekt der Klimapartnerschaft Alajuela-Lahr unter dem Motto »Globales Lernen«.
Mittwoch 18. 10.: 19 Uhr, Volkshochschue Lahr: Vortrag zum Thema »Ist Fairtrade wirklich fair?«.
Mittwoch, 25. 10.: 18 Uhr, IHK Südlicher Oberrhein: Vortrag zum Thema »Duale Ausbildung ein Exportschlager – den deutschen Firmen fehlen die Azubis«.
Ausstellungen
◼ Noch bis Freitag, 15. September, Volkshochschule Lahr: »Das gehört zu mir – Fotoprojekt«, zu sehen von 8 bis 13 Uhr. 
◼ Montag, 25. September, bis Freitag, 13. Oktober, Volkshochschule Lahr: »Eine Welt für Kinderrechte – 22 Jahre Kinderrechtsarbeit in Afrika«, zu sehen montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr.
◼ Dienstag, 26. September, bis Dienstag, 6. Oktober, Mediathek: »Die Welt ist ein Buch«, zu sehen während der Öffnungszeiten.

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