Zwei Enthaltungen gegen die Aufstellung

Lahrer Gemeinderat segnet Bebauungsplan »Hohbergweg« ab

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juni 2018

Auf dem ehemaligen Standort der privaten Hochschule AKAD sollen rund 60 Wohneinheiten und eine als Bistro oder Café zu nutzende Gewerbeeinheit entstehen. ©Burkhard Ritter

Der Lahrer Gemeinderat hat am Montag mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen die Aufstellung des Bebauungsplans »Hohbergweg« beschlossen. Ilona Rompel (CDU) bedauerte in ihrer Stellungnahme die Zerstörung des landschaftlichen Tores zum Langenhard.

Der am Montag beschlossene Bebauungsplan für das knapp 2,5 Hektar große Areal am Hohbergweg, sieht den Erhalt des ehemaligen Offizierscasinos der kanadischen Streitkräfte und die Errichtung von sechs mehrstöckigen Wohngebäuden vor. Auf dem ehemaligen Standort der privaten Hochschule AKAD sollen rund 60 Wohneinheiten und eine als Bistro oder Café zu nutzende Gewerbeeinheit entstehen. 

Die Sozialquote (zwölf Wohneinheiten) wird erfüllt. Ein Teil des Baumbestands wird ebenso erhalten wie die parkähnliche Grünfläche im Innenbereich des neuen Quartiers. Für die Fahrzeuge der Anwohner werden 97 Stellplätze und 53 Tiefgaragenplätze zur Verfügung stehen. Die öffentlichen Parkplätze im Straßenraum bleiben vollständig erhalten.

»Bauchweh«

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Der Gemeinderat tat sich dennoch schwer mit dem Aufstellungsbeschluss, obwohl die erstmals 2015 vorgestellten Pläne des Investors noch einmal deutlich modifiziert worden waren. Walter Caroli (SPD) sprach von »Bauchweh«, während Ilona Rompel (CDU), die »dauerhafte Zerstörung des Tors zum Langenhard« bedauerte. Letztendlich merkten aber beide an, dass es aufgrund der Wohnraumknappheit in Lahr keine Alternative gebe. Jörg Uffelmann (FDP) erinnerte daran, dass eine prosperierende Stadt auch räumlich wachsen müsse. Wer das nicht wolle, müsse der städtischen Entwicklung auch an anderer Stelle einen Riegel vorschieben. Deutlich Kritik kam von den beiden Vertreterinnen der Linken, die sich bei der Abstimmung enthielten. 

Dorothee Granderath erläuterte die Gründe, für die Ablehnung durch die Fraktion der Grünen. Optisch würde der Gestaltungsplan für das Areal zwar offener aussehen, der Grad der Verdichtung sei aber genau derselbe wie bei den ursprünglichen Plänen. Die Errichtung der Wohngebäude werde das Tor zum Langenhard unwiederbringlich zerstören und Wohnbebauungen würden an den Waldrand heranrücken. 

Die sanften Übergänge an den Rändern der Stadt würden verschwinden. Walter Caroli und Marlies Llombart (Freie Wähler) forderten die Verwaltung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die umweltrechtlichen Bestimmungen und die Vorgaben in Sachen Begrünung eingehalten werden. 

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