Lahr

Lahrer Industriegebiete sind mit Glasfaser ausgestattet

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25. Januar 2020

Die Verteilstation der Glasfaser für die Lahrer Industriegebiete steht in der Raiffeisenstraße. Noch ist viel Platz für weitere Unternehmen, die die Bandbreite nutzen können. ©Sophia Körber

Nach knapp sieben Monaten Bauzeit sind die Lahrer Gewerbegebiete jetzt mit Glasfaser ausgestattet. Zirka 220 Unternehmen können davon profitieren, 22 Verträge sind bereits abgeschlossen. Es ist ein nächster Schritt zur flächendeckenden Versorgung. 

Die Lahrer Industriegebiete sind gerüstet für die digitale Zukunft. Nach knapp sieben Monaten ist der Glasfaserausbau abgeschlossen. Darüber hat Oberbürgermeister Markus Ibert in einer Pressekonferenz in der Raiffeisenstraße am Freitag informiert. „Momentan gibt es nichts Besseres“, betonte er. Ab Ende Februar stehen den ansässigen Unternehmen im Industriegebiet West, der Rheinstraße-Nord, des Zweckverbandsareals am Flughafen und der Industriestraße auf die Anschlüsse von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Up- und Download zur Verfügung.

Wichtiger Standortfaktor

Das Angebot mit dem erweiterten Glasfaserausbau ist laut Daniel Halter, Geschäftsführer von Startklahr, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv. „Die ansässigen größeren Unternehmen haben sich selbstständig um den Breitbandausbau gekümmert, die kleinen bis mittelständischen Firmen nicht. Mit dem Abschluss der Arbeiten kommen wir dem flächendeckenden Ausbau einen Schritt näher.“ Gerade für weitere Neuansiedlungen sei der Breitbandausbau ein entscheidender Vorteil. „Mittlerweile ist es einer der wichtigsten Standortfaktoren“, sagte Halter. 

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Der Glasfaserausbau ist abgeschlossen (von links): Oberbürgermeister Markus Ibert; Arnfried Sickinger (Referent OB), Harry Aichele (Geschäftsführer Fastopticom), Daniel Halter (Geschäftsführer Startklahr), Friedrich Arz (Gebietsmanager Glasfaser-Kooperation von Vodafone) und Matthias Held (Spezialist Gigabit Fiber Solutions von Vodafone).

 

Während der sieben monatigen Bauzeit waren in den Industriegebieten kaum verkehrstechnische Einschränkungen. Der Grund: Die Glasfaser wurden ins Kanalnetz der Stadt gelegt. „Wir mussten im Prinzip nur kurz den Kanaldeckel öffnen, die Faser verlegen und den Kanaldeckel wieder schließen“, sagte Harry Aichele, Geschäftsführer von Fastopticum. Das Unternehmen wurde als Partner von Vodafone ins Boot geholt, das über die entsprechende Technik verfügt. „In Abstimmung mit der Abteilung Tiefbau des Stadtbauamts haben wir im Vorfeld die passenden Trassen im Kanalnetz gefunden und diese vorab als Beweissicherung mit der Kamera befahren.“

Bandbreite muss nicht geteilt werden

Bei der Verlegung wurde das sogenannte „Fiber to the Building“ genutzt. Das heißt, jedes Gebäude wird dabei mit einer eigenen Glasfaserleitung an die Verteilstation angeschlossen. „Das heißt, die Bandbreite muss nicht mit anderen Unternehmen geteilt werden“, informiert Friedrich Arz, Gebietsmanager Glasfaser-Kooperation von Vodafone. Die Kosten im höheren sechsstelligen Bereich übernimmt komplett die Vodafone. 22 Verträge wurden bereits mit Firmen abgeschlossen, 220 sind insgesamt ungefähr möglich. Der Glasfaserausbau wirkt sich außerdem laut Arz positiv aus das Mobilfunknetz aus: „Lahr ist damit auch gerüstet für das 5G-Netz, über das häufig gesprochen wird.“ Als nächstes sollen laut OB Ibert die Schulen und Industriegebiete in den Ortsteilen folgen, damit Lahr bald flächendeckend mit Glasfaser ausgestattet ist. 

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