Lahr/Schwarzwald

Lahrer SPD zu Besuch im Stadtpark

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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04. September 2015
Blick nach oben: Gibt’s Ersatz für den maroden Totempfahl im Lahrer Stadtpark? Dazu soll sich auch die kanadische Botschaft in Berlin äußern, hieß es beim Rundgang der SPD.

Blick nach oben: Gibt’s Ersatz für den maroden Totempfahl im Lahrer Stadtpark? Dazu soll sich auch die kanadische Botschaft in Berlin äußern, hieß es beim Rundgang der SPD. ©Thorsten Mühl

Auf der vierten Station ihrer Sommertour trafen sich die Lahrer Genossen am Donnerstag im Stadtpark. Themen beim Rundgang waren der Totempfahl, die Tiergehege und die Zukunft der Villa Jamm.

Noch in diesem Jahr soll am Eingang des Lahrer Stadtparks eine dreisprachige Info-Tafel mit einem Plan des Stadtparks enthüllt werden. Die Neuerung sei dank des Engagements der Stadtparkfreunde möglich geworden, hieß es zu Beginn des Rundgangs, zu dem die Lahrer SPD im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour eingeladen hatte.

Richard Sottru (Amt für öffentliches Grün und Umwelt), der den Park aus Verwaltungssicht seit 24 Jahren begleitet, nahm die 25 Teilnehmer, darunter auch OB Wolfgang G. Müller, mit auf den ausführlichen Rundgang. Erste Station war der 38 Jahre alte Totempfahl aus rotem Zedernholz, ein Geschenk der kanadischen Streitkräfte.

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Der Pfahl, 2004 letztmals saniert, ist in die Jahre gekommen, innen durchgefault und von Pilzbefall gezeichnet. Zum Jahresende wird er abgebaut. Die Frage ist jetzt, ob ein neuer Pfahl erstellt wird. Dazu erwartet die Stadt auch eine Äußerung der kanadischen Botschaft in Berlin; diese ist jedoch bislang ausgeblieben. Ein neuer Pfahl würde laut Sottru inklusive Einweihungsfeier und der Präsenz kanadischer Gäste rund 100 000 Euro kosten. Möglich, dass man zwischen 2016 und 2018, dann eventuell im Zusammenhang mit der Landesgartenschau, einen neuen Pfahl erstellen lässt. Auch eine öffentliche Herstellung im Park – drei Schnitzer brauchten etwa vier bis sechs Wochen dafür – wäre denkbar. Das Thema soll jetzt mit mehr Nachdruck verfolgt werden, auch im Kontakt mit der kanadischen Botschaft.

Weichen gestellt
Nächste Station: die Tiergehege. Für das geplante Affenhaus sind die Weichen gestellt und Haushaltsmittel bereitgestellt. Wo bis dato sieben Kleingehege für 170 Tiere (inklusive Vögel) angelegt waren, entstehen nach dem Abbruch auf gleicher Fläche zwei große Gebäude. Die Stadt verspricht sich davon auch eine Verringerung des Pflegeaufwands. Statt mit Giebeldächern wie bisher sollen die neuen Gebäude mit Flachdächern gedeckt werden. Laut Sottru soll noch in diesem Winter der Abbruch starten. Nach rund einem Bauzeit sollen die Tiere 2017 in den Neubau einziehen. Geschätzte Kosten: 540 000 Euro.

Dritter Schwerpunkt: die Villa Jamm. Mit den angeschraubten Gitterstäben verströme das Gebäude derzeit eher den Charakter eines Gefängnisses, meinte Sottru. Die Stadt plant daher ein ganz neues Konzept. Ein Teil der Exponate soll ins Archiv wandern, ein Teil in den neuen Räumen der früheren Tonofenfabrik gezeigt werden. Doch was soll künftig aus der Villa werden? Private Vermietungen sind dabei ein Ansatz. »Die Villa bietet ein ganz besonderes Ambiente«, meinte Sottru. Dass solch ein Konzept auf Zuspruch stoßen könne, zeige die jetzt schon für das gesamte Jahr 2016 ausgebuchte Orangerie. Allerdings könne die Orangerie nur von Mai bis Oktober vermietet werden, die Villa Jamm hingegen ganzjährig.
Auch Ausstellungen sind im Gespräch. Die jüngsten Floristik-Ausstellungen seien bei den Lahrern gut angekommen, hieß es; ähnliche Veranstaltungen seien mit überschaubarem Aufwand wiederholbar. »Das Ziel muss sein, das Gebäude wiederzubeleben«, so Sottru. »Der Name Jamm und Natur, Garten – das gehört zusammen, daran sollten solche Konzepte ausgerichtet werden.«

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