Thema im Hauptausschuss

Lahrer Stadtgulden veranlasst (noch) nicht zur Euphorie

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

Jakob Crone übernimmt auch beim Stadtgulden 2020 wieder die organisatorische Koordination für die Stadt Lahr. ©Archiv: Anja Rolfes

Im Hauptausschuss wurde am Montagabend ein Zwischenbericht zur erstmaligen Vergabe des Lahrer Stadtguldens vorgelegt. Ab Februar können neue Vorschläge eingereicht werden, der „Tag der Entscheidung“ ist am 17. Oktober angesetzt.

„Euphorie kommt nicht gerade auf“, lautet die persönliche Bilanz von Stadtrat Jörg Uffelmann (FDP) zum Lahrer Stadtgulden. Insgesamt seien zwar 115 Projektvorschläge eingereicht und 47 zur Abstimmung zugelassen worden. Insgesamt hätten aber gerade einmal 702 Bürger ein Votum abgegeben. Es sei also noch deutlich Luft nach oben, wie Uffelmann betonte. 

Mit Blick auf den Stadtgulden 2020, mahnte er eine zügige Verwirklichung der ausgewählten Projekte an, um einen Umsetzungsstau zu vermeiden. Sein Vorschlag, die Stadt könnte eine Art Umsetzungsbarometer einrichten, das über die Fortschritte bei der jeweiligen Projektrealisierung informiert.

Kritik: Verknüpfung mit Suppenfest

Thi-Dai-Trang Nguyen (Grüne) brachte in der Sitzung die im interkulturellen Beirat kritisierte Verknüpfung mit dem internationalen Suppenfest zur Sprache. Anders als in der Stadtverwaltung, habe man dort keine wirklichen Synergieeffekte erkannt. Der Stadtgulden habe das Suppenfest an den Rand gedrängt, manch einer der der Suppenköche hätte sich als Dienstleister und Caterer einer anderen Veranstaltung empfunden.

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Das Thema soll im Beirat erneut auf die Tagesordnung gesetzt und diskutiert werden, es gebe durchaus Stimmen, die eine Entflechtung der beiden Veranstaltungen fordern.
 
Wie die Verwaltung berichtete, wurde die Umsetzung der 2019 ausgewählten Projekte bereits in die Wege geleitet. Bei dem Vorschlag, die Tierhaltung im Stadtpark zu verbessern, gebe es allerdings Diskussionsbedarf, nachdem eine Umsiedlung der Huftiere in den Seepark angeregt wurde. Hier entstünden auf jeden Fall Folgekosten, über die der Gemeinderat diskutieren und entscheiden müsse, wie Oberbürgermeister Markus Ibert betonte.

Es gibt aber auch kritische Stimmen, die sich auf die zukünftige Versorgung und Pflege der Tiere beziehen und Übergriffe auf das neu zu errichtende Tiergehege befürchten.

Neue Projektvorschläge ab 1. Februar

Beim Stadtgulden 2019 sind insgesamt 14 Projekte zum Zuge gekommen, der Vorschlag „Spazierweg an der Schutter“ soll zusätzlich im Rahmen der Umgestaltung des Areals an der Klostermatten aufgegriffen werden. Das vorhandene Restbudget von 1100 Euo, wir auf den Stadtgulden 2020 übertragen. Für die Umsetzung des Stadtguldens wurde bis 2021 ein Realisierungsbudget von 85.000 Euro bewilligt, der Anteil für 2019 wurde leicht überschritten. 

Ab dem 1. Februar können neu Projektvorschläge eingebracht werden, die Vorschlagsphase endet am 30. Juni. Die Machbarkeitsprüfung soll bis zum 31. August abgeschlossen werden, der „Tag der Entscheidung“ ist am 17. Oktober angesetzt. Das Verfahren für die Onlineabstimmung soll optimiert werden, die Meldefrist endet hier auf jeden Fall am 30. September.

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