Chysanthemengala

Lahrer Stadtkapelle stimmt mit Konzert auf Chrysanthema ein

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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14. Oktober 2019

Die Lahrer Stadtkapelle begeisterte bei der Chrysanthemengala das Publikum. ©Endrik Baublies

Eine phänomenale Suite, ein zerbrechender Urkontinent und ein neues Ehrenmitglied. Die Chrysenthemengala der Lahrer Stadtkapelle im Parktheater war am Sonntagabend ein gelungener Auftakt  der „Zauberhaften Momente“, dem Motto der Blu-menschau.

Als neues Ehrenmitglied wurde Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller am Sonntag bei der Chrysanthemengala der Lahrer Stadtkapelle gekürt. Das war sicher für den scheidenden Rathauschef eine gelungene Überraschung. Die Zugabe in diesem Jahr waren daher vier Stücke von „Ol blue Eye“ Frank Sinatra – eigens für das neue Ehrenmitglied.

Gustav Holst, hat 1911 eine viersätzige »Suite in F« eigens für Blasorchester verfasst. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Nicolas Reed überzeugte im fast ausverkauften Parktheater mit einer bravourösen Darbietung der anspruchsvollen Suite. Beim „Song of the Blacksmith“ wurden die Percussion durch einen Amboss ergänzt. Der erste Satz der Suite bewies einmal mehr, was es für Möglichkeiten in der gesamten Literatur für Blasor-chester geben kann. So also kann ein Marsch auch klingen. 

Spannend und souverän

„At the break of Gondwana“ war eine Wucht, wie die Musiker das intonierte Zerbrechen des Urkontinents Gondwana vor 600 Millionen Jahren im Parktheater inszenierten. Lavaströme, Eruptionen, eine Stampede einer Horde Dinosaurier und immer wieder bunte idyllische Landschaften waren ein abwechslungsreiches, spannendes und souverän dargebotenes Klanggebäude. Eine Mischung von verschiedenen Stimmen der Instrumente, Holz und Metall sowie die Per-cussion, die mitunter die Melodien zerlegten, boten ein eindrucksvolles Gemälde nach Noten. So könnte es sich angehört haben, wäre ein Komponist wie Benjamin Yeo Zeuge der Geschehnisse gewesen. Die Idee, welche die Musiker transportierten, ist nach dem Applaus unschwer zu schließen, sehr gut bei den etwa 700 Zuschauern und Zuhörern angekommen.

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Mehr Beifall gab es nur bei dem Solo von Bernd Oswald am Euphonium. Der Zögling der Stadtkapelle brillierte mit filigranen Klanggirlanden an dem Blasinstrument, das Moderator Michael Moser zuvor als „Cello des Blasorchesters“ bezeichnet hatte. 
Daher waren gerade die Tonfolgen erstaunlich. Für das Solo von „The Green Hill“ gab es den mehr als verdienten Applaus. Das aber galt für alle Stücke, die Nicolas Reed mit allen Musikern für diese Gala einstudiert hatte. Die Musiker bewegten sich weg von altbekannten Pfaden.

Die Auswahl der Stücke dieser Art ist eigentlich keine Überraschung mehr, seit Reed die Kapelle leitet. Gelungen war diese Wahl zu diesem Anlass aber auf jeden Fall. Reed hielt aber dabei auch ein Gleichgewicht, dass alle Stücke bei garantiert allen Zuhörern gleichermaßen gut ankamen. Das galt auch für „The Force awakens“ aus der „Star-Wars-Saga“, Teil sieben. Es war die Art, wie das Ensemble das bekannte Thema samt Neuschöpfungen umsetzte. 

Keine Überraschung

Zur Chrysanthemengala gehören auch immer die gerade noch amtierenden Chrysanthemenkönigin und deren Nachfolgerin. Sonja I. erinnerte sich an ein spannendes Jahr. Lorena I freut sich, das war nicht zu übersehen, auf ihre Amtszeit. Keine so große Überraschung waren die Zugaben. Die aber hatten mit dem Verdienst des OB um die Stadtkapelle, deren Lichterfest und die Chrysanthema zu tun.

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