Schwanau - Ottenheim

Landfrauen Ottenheim beim Ferienprogramm dabei

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2019

Voller Konzentration und Eifer werkelten die Kinder an den Insektenhotels. ©Thorsten Mühl

Auch in diesem Jahr haben sich die Landfrauen Ottenheim wieder mit einem kreativen Angebot am Schwanauer Ferienprogramm beteiligt. 

Ob bewusst oder unterschwellig geplant, das Angebot im Schwanauer Ferienprogramm der Landfrauen Ottenheim besaß einen aktuellen Bezug zum Tagesgeschehen. Angesichts des zuletzt öffentlich stark diskutierten Bienensterbens traf es den Nagel auf den Kopf, dass die Landfrauen »Insektenhotels aus Blechdosen« herstellten und verschönerten.
17 Kinder hatten sich zum Termin angemeldet, was wieder eine deutlich höhere Quote bedeutete im Vergleich zum Vorjahr. »Generell sind wir meistens vollständig oder so gut wie ausgebucht. Vergangenes Jahr waren es weniger, aber das wechselt zwischendurch auch immer wieder einmal«, schilderte Silke Weber, die Vorsitzende der Landfrauen. 

Die geplanten Bienenhotels entstanden wie gewohnt unter Verwendung von allerlei Alltagsmaterialien. Als Basis dienten Blechdosen, die zunächst gelb bemalt und mittels Isolierband die ergänzenden schwarzen Bienenstreifen erhielten. Für die Inspiration zur aktuellen Programmgestaltung hatten sich die Landfrauen der modernen Medien bedient. »Dafür sind wir im Internet fündig geworden«, erzählte Silke Weber am Rande der Veranstaltung.

Unterstützung

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In den Basiskörper wurden als nächster Arbeitsschritt verschiedene Löcher gebohrt. Mit Schnüren wurden dadurch die Beine des Bienenkörpers angedeutet, kleine Murmeln dienten der Befestigung und Stabilisation. Im weiteren Verlauf entstanden die Insektenflügel. Dazu wurden aus alten Plastikflaschen passend abgestimmte Stücke herausgeschnitten und, nachdem der bemalte und gestaltete Grundkörper antrocknen konnte, mit Heißkleber vorsichtig befestigt. Allmählich nahmen die Insektenhotels, deren Gesichter mittels Kronkorken sogar eigene Augen erhielten, Gestalt an, wobei es vom natürlichen Arbeitstempo her nahe lag, dass einige Kinder schneller mit der Aufgabenstellung fertig waren als andere. Daher wurden die Kleineren schließlich von den Größeren unterstützt, um die weiteren Schritte ebenfalls wie geplant umsetzen zu können. 

Hotel fertiggestellt

Zum Abschluss waren noch zwei Maßnahmen vorzunehmen. Einmal war der Bienenkörper mit Heu und anderem weichen Material auszufüllen, in dem sich später idealerweise Kleinwesen und Insekten eine Heimat einrichten können. Zum anderen fehlte noch ein weiteres zu bohrendes Loch, um eine diesmal länger ausfallende Schnur befestigen zu können. Mit dieser konnten die fertigen Insektenhotels an passenden Plätzen – beispielsweise an einem Baum oder im heimischen Garten – aufgehängt werden. 

Mit ihren geschaffenen Kunstwerken zeigten sich die Teilnehmer zufrieden, auch die Landfrauen um Silke Weber freuten sich über die gelungene Umsetzung ihrer Idee. Als nächste Aktion haben die Landfrauen demnächst mit dem Kürbisschnitzen wieder eine mittlerweile erneut zur festen Einrichtung gewordene Aktion vor.

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