Zwischenbilanz im Juni

Landwirt erklärt: So steht es um die bisherige Ernte

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juni 2019

Das Feld von Landwirt Norbert Huser aus Meißenheim. ©Hans Spengler

Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Ernteeinbußen kam, erhofft sich der Meißenheimer Landwirt Norbert Huser ein besseres Jahr. Im Gespräch erklärt er, wie es bis jetzt aussieht.

Norbert Huser ist ein guter Kenner der Landwirtschaft im Ried. Die Besonderheit: Die Böden sind leichter als in der Vorbergzone. Das hat einerseits den Vorteil, dass diese Böden  etwas leichter zu bearbeiten sind, andererseits aber auch gerade bei trockenem Wetter sehr schnell austrocknen. Die Qualität der Böden lässt zudem in großen Teilen der Fläche zu Wünschen übrig, denn es sind sandige und kiesige Flächen dazwischen.  

Der Landwirt aus Meißenheim hat im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger über die derzeitige Situation und das Wetter gesprochen. Seine bisherige Bilanz: Das Getreide steht in diesem Frühling sehr gut da. Der 88-Jährige ist bislang zufrieden mit dem Bewuchs. Er hofft allerdings, dass keine großen Unwetter über die Felder ziehen und er das Getreide Ende Juni und Anfang Juli trocken ernten kann. 

Normale Temperaturen

»Im Winter ist außer im Obstbereich fast nichts verfroren, denn es herrschten normale Temperaturen. Die Getreideernte ist im Ried gegenüber der Vorbergzone zirka Tage weiter«, erklärt er. Mit den großen Mähdreschern kann die große Fläche in wenigen Tagen abgeerntet werden. Nachdem es in den vergangenen Jahren nicht leicht in der Landwirtschaft war, erhoffen sich die Landwirte dieses Mal eine bessere Ernte. »In den vergangenen Jahren mussten wir einiges an Ernteeinbußen in Kauf nehmen.« In diesem Frühjahr hat es immer wieder geregnet und es war keine große Trockenperiode. »Die Braugerste steht sehr gut da und auch das andere Getreide hat sich bisher gut entwickelt«, sagt der Landwirt. 

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Die Vorratsspeicher für Wasser sind allerdings noch lange nicht gefüllt. Hier macht sich an allen Ecken und Enden weiterhin die lange Trockenheit im Sommer und Herbst 2018 bemerkbar. Der Mais ist laut Huser gut angewachsen, aber es gab bei der Aussaat schon wieder Wildschäden aufgrund der hohen Wildschweinpopulation – und das, obwohl sich die Jäger im Winter diesem Problem angenommen hatten. 

Große Sorgen macht dem Altlandwirt der stetige Geländeverlust, der durch den Bauboom und die Wohnungsknappheit immer stärker voranschreitet. Der Boden ist das höchste Gut zum Leben, so Huser. Immer wieder habe man früher Waldflächen neu gestockt, um landwirtschaftliche Flächen dazu zu gewinnen. 

Mit Mut in die Zukunft

Huser blickt dennoch mit Mut in die Zukunft für den landwirtschaftlichen Bereich. Nachdem der  88-Jährige im Winter und Vorfrühjahr lange krank war, fährt er jetzt wieder mit dem Schlepper oder dem Auto durch die landwirtschaftlichen Fluren. Sein Blick geht dabei immer wieder zum Himmel, wenn sich dunkle Wolken ankündigen. »Mir welle aber au zufriede sinn, wie es in diesem Johr lauft«, so der Landwirt.

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