Schwanau - Allmannsweier

„Lebendiger Adventskalender“ Allmannsweier kommt gut an

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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10. Dezember 2019

Gemeinsam feiern und dabei an andere denken, das konnten die Besucher auf dem Hof des Ehepaars Kunz. ©Thorsten Mühl

Der „lebendige Adventskalender“ feiert in Allmannsweier Premiere. Rund 40 bis 100 interessierte Bürger sind allabendlich dabei.

Wie bereits berichtet, erlebt der „lebendige Adventskalender“ – inspiriert durch die gleichnamige Aktionsreihe in Meißenheim – seit dem 1. Dezember in Allmannsweier eine Premiere. Der Versuchsballon, den die Initiative „Hallo Nachbar“ und der CVJM Schwanau gemeinsam organisatorisch haben steigen lassen, ist bisher überaus erfolgreich in die Höhe gestiegen. 

Beeindruckende Zahlen

„Die Besucherzahlen waren bei den bisherigen Veranstaltungen recht konstant – unter der Woche lagen wir zwischen 40 und 50, zum Wochenende hin bei 80 oder gar über 100 am ersten Abend“, erzählte Fabian von Dressler („Hallo Nachbar“) am Montagabend im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Dem bisherigen Erfolg stehen die Organisatoren einigermaßen staunend gegenüber. „Das hätten wir so nicht vorhersehen können. Es ist unglaublich, welche Resonanz wir bisher erlebt haben“, sagt von Dressler ebenso offen wie überwältigt.

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Am Montag luden Andreas und Birgit Kunz zur abendlichen Aktion auf ihren Hof ein. Zwischen 35 und 40 Besucher kamen trotz des regnerischen Wetters zusammen, um den Beitrag der Familie Kunz mitzuerleben. Dieser stand unter dem mysteriösen Motto „Advent 2.0“. Eingeleitet vom Lied „Licht bricht durch die Dunkelheit“, betätigte sich Andreas Kunz anschließend zunächst zeichnend. Er zeichnete die Weltuhr, um danach auszuführen, dass der „Advent 1.0“ im christlichen Sinne den Zeitraum zwischen Erschaffung der Welt, Jesu Geburt, der Verkündung von Gottes Botschaft, seinem Leiden und Tod bis hin zur Auferstehung umfasse. Seitdem befinde sich der Mensch in der so genannten „Zwischenzeit“, die fortdauern werde, bis Gott wiederkehre, um für Frieden zu sorgen. Dieses Ereignis sei dann der „Advent 2.0“. Kunz zitierte aus dem Epheserbrief des Apostels Paulus, wo von den „Waffen der Liebe“ – gestützt auf Gottes Wort – die Rede ist. Der Christ sei dazu aufgerufen, wach zu sein und seine Umgebung im Auge zu behalten, um dem Bösen widerstehen zu können. Schuldig bleibe er seinen Mitmenschen nichts – außer der Liebe, die er ihnen entgegenbringen solle.

Die Vielschichtigkeit der einzelnen abendlichen Veranstaltungen – in der Regel nicht länger als 15 bis 20 Minuten – ist es, die dem „lebendigen Adventskalender“ unter anderem seinen ganz eigenen Charme verleihen. Das ist in Friesenheim, Meißenheim, Lahr-Kippenheimweiler so – und nun auch erstmals in Allmannsweier. 

„Jeder kann sich auf seine eigene Weise einbringen, weil wir den Gastgebern keine Vorgaben machen“, erzählte Fabian von Dressler am Rande. Beeindruckend sei, dass bei den einzelnen Aktionen oft die Nachbarschaft anwesend sei, „selbst dann, wenn sie mit Advent gar nicht so viel am Hut haben.“ Die Gemeinschaft, neue Kontakte und Bekanntschaften – auch das verleihe der noch bis zum 23. Dezember dauernden Aktionsreihe einen ganz besonderen Charme. Die Vorfreude auf die nächsten Veranstaltungen ist bei allen Beteiligten bereits groß.

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