Heiligenzell

Leuchtturm zum Jubiläum steht bereits in Heiligenzell

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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15. April 2016
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In Friesenheim wurde gestern der Leuchtturm abgebaut und in Heiligenzell an seinem endgültigen Standort aufgebaut.

(Bild 1/2) In Friesenheim wurde gestern der Leuchtturm abgebaut und in Heiligenzell an seinem endgültigen Standort aufgebaut. ©Wolfgang Schätzle

Der Leuchtturm für die 1000-Jahrfeier von Friesenheim und Heiligenzell steht bereits in Heiligenzell. Lediglich die Spitze fehlt noch. Am Samstag wird seine Errichtung gefeiert und die restlichen Arbeiten werden ausgeführt.

In der Siemensstraße im Friesenheimer Industriegebiet gab es in den vergangenen Wochen etwas zu bestaunen. Seit Donnerstag nicht mehr. Dort stand nämlich bis zur Aussichtsplattform ein Leuchtturm. Ein Objekt, das sich nahezu täglich veränderte. Gestern wurde der eigentlich »unfertige« Leuchtturm – das I-Tüpfelchen, der obere Teil mit Beleuchtung, stand die ganze Zeit über in der Halle der Zimmerei Herzog – abgebaut und nach Heiligenzell gebracht. 

Firmeninhaber Roland Herzog ist auch Ideengeber und Bauherr des Leuchtturms, der als Werbeträger für das große Fest im Juni anlässlich der 1000-Jahrfeier von Friesenheim und Heiligenzell auserkoren ist. Das Pendant zum Leuchturm, das umfunktionierte Piratenschiff »Bläck Elli« von der Narrengruppe »S' Grotteloch«, schwebt seit Mitte Februar über dem Dorfbach in Friesenheim. Herzog war auch beim Schiffsbau federführend.

Doch wo lagern jetzt die Einzelteile des wieder abgebauten Leuchtturms, dessen Aufstellung an seinem Bestimmungsort auf dem alten Festplatz in Heiligenzell morgen, Samstag, mit einem Fest gefeiert werden soll? Aufgrund der Wettervorhersagen entschied sich Herzog, die 14 Tonnen schweren Teile noch gestern nach Heiligenzell zu transportieren und mit dem Aufbau zu beginnen. »Am Freitag soll es schlechtes Wetter geben«, so Roland Herzog gegenüber dem Lahrer Anzeiger. Deshalb wurde gestern auch bis in den Abend hinein gearbeitet. Der Turm soll zumindest bis zum Ausstieg stehen, damit oben die Platte drauf gemacht werden kann und kein Regen reinkommt, so Herzogs Hoffnung am Mittag. 

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Am Nachmittag dann staunten Passanten nicht schlecht, als nach und nach die Teile angekarrt wurden. Eine fahrbare Hebebühne und ein Kranwagen durfte natürlich auch nicht fehlen. Begleitet wurde der Tross von dunklen Wolken über Friesenheim. Es wird doch nicht regnen? Die Wolken verzogen sich glücklicherweise. 

Acht Seitenwände

Der Aufbau konnte in Angriff genommen werden. Zuerst musste die Bodenplatte montiert werden, was letztlich nur mit Unterstützung des Krans gelang. Und Geduld war gefragt, bis die Löcher auch wieder so passten, dass die Schrauben durch gingen. Mal ein paar kräftige Hammerschläge, mal Schraubzwingen und wenn gar nichts half, kam auch mal die Kraft des Krans hinzu. 

Kaum war die Bodenplatte aus Holz auf den vom Bauhof zuvor in den Boden eingelassenen Betonpfeiler fest verankert, ging es an den Aufbau der Seitenwände, acht an der Zahl, je ein Tonne schwer. Dass aufgebaut wurde, sprach sich gestern schnell herum, so dass sich mit der Zeit auch einige Schaulustige einfanden. Am späten Abend war es dann soweit: Die Seitenteile standen, der Deckel war drauf, alles andere wird am Samstag fertig gemacht. Vom Leuchtturm aus kann man dann künftig über das Festgelände, den alten Heiligenzeller Sportplatz, schauen. Allerdings hoch geht es nur unter Aufsicht. Ansonsten bleibt die Tür verschlossen.

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