Lahr/Schwarzwald

Lichterfest in Lahr mit mehr als 8000 Besuchern

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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07. Juli 2019
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Dicht an dicht standen teilweise die Menschen vor den Bühnen im Stadtpark.

Dicht an dicht standen teilweise die Menschen vor den Bühnen im Stadtpark. ©Endrik Baublies

Das Lichterfest der Stadtkapelle ist eine rauschendes Festival gewesen. Mehr als 8000 Besucher erlebten einen bunten, lauschigen, fröhlichen Samstagabend im Lahrer Stadtpark.

»Millers Blues Orchestra« hatte auf der großen Bühne kurz vor Mitternacht den Nagel auf den Kopf getroffen: »Everybody needs somebody, everybody wants somebody – to love«. Das Lichterfest am Samstag war mit rund 8500 Gästen ausverkauft. Die Kurzversion dazu: Es war kuschelig. Das wollten die Fans der Herren mit schwarzen Sonnenbrillen und Hüten – dafür ohne die obligatorischen Jacketts in Schwarz – auch bis zum Schluss, dem Feuerwerk, auskosten. 

Die erste Zugabe war das fulminante Finale des Films »Blues Brothers«, in dem jeder jemanden zum liebhaben will, braucht und bekommt. Eine wunderbare Pointe waren nicht geplante »Groupies«, eine Gruppe Kinder, die mit den leuchtenden Sonnenbrillen erst vor der Bühne und dann darauf den Herren ernsthafte Konkurrenz machten. Zumindest was den Anschein »cool« betrifft. Der Kritiker muss aber den Kids bei der B-Note, der gesanglichen Interpretation, Abzüge machen. Aber das kann ja noch werden – in zwei Jahren wird es die nächste Gelegenheit geben. Dann hieß es für die hier sicher deutlich mehr als tausend Fans: »Kehrt Marsch!« Es folgte das Finale, das Musikfeuerwerk.

Auf einen Schlag

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Bürgermeister Tilman Petters hatte eine Premiere. Er eröffnete das Lichterfest kurz nach 21 Uhr mit einem echten Startschuss. Bekanntermaßen ist Petters in solchen Dingen kurz und präzise. Nach Lob und Schreckschuss hieß es einfach: »Möge das Fest – weitergehen.« Und dann gingen auf einen Schlag alle elektrischen Lichter an. Bei den 13 000 Kerzen dauerte es eine Weile länger. Am Ende der blauen Stunde, als es richtig Nacht war, strahlten die Lichter mit den Gästen um die Wette.
Belebt war der Park bereits vor den ersten Auftritten kurz vor 18 Uhr. Da dürfte anhand des stetig zunehmenden Zustroms und der bereits vorhandenen erheblichen Masse an Gästen klar sein, dass das Lichterfest in diesem Jahr an die erlaubte Grenze von 8500 Besuchern kommen würde. Die Ouvertüre auf der Bühne unter dem Pavillon machte das Biberacher Blasorchester, bevor hier »Southbound« mit »Country & Western« einheizte.

Bei fünf verschiedenen Acts auf der Bühne an der Villa Jamm kann es weder Ouvertüre noch Finale geben. Hier zog der Flair Südamerikas mit Musik und Tänzen ebenfalls viele Gäste an. Es war – was an der Fläche vor der Bühne liegt – einen Tick weniger kuschelig als bei »Millers Blues Orchestra«. Die Bühne in der Nähe der Tiergehege gehörte der Blasmusik. Der Musikverein aus Upfingen sowie die Stadtkapellen Haslach und Steinbach (bei Baden-Baden) unterhielten die Besucher. Es war bestuhlt, was für viele auch eine Gelegenheit war, einmal Platz zu nehmen.

Tröpfeln nach dem Ende

Der Stadtpark ist so groß, dass er diese Zahl an Gästen gut verdauen kann. Auch wenn die Grenze erreicht gewesen ist, gab es im nordöstlichen Eck, wo der Spielplatz ist, oder im Bereich hinter der Villa Jamm auch Platz. Das nutzten einige der Besucher, um einmal auszuruhen oder weniger zu kuscheln. Das war auf den Hauptwegen oder vor allen Bühnen nicht möglich. Was aber einer insgesamt sehr guten Stimmung, dem gesamten Ambiente und einem tollen Angebot nicht geschadet hat. 
Die Wettergötter haben mitgespielt. Es war angenehm warm, aber nicht erdrückend heiß – bis nach dem Feuerwerk. Das Getröpfel von oben gab es erst, als die Mitglieder der Stadtkapelle mit dem Aufräumen beschäftigt waren.

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