Fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit

Lichtermarsch durch Lahr soll an Not auf der Welt erinnern

05. Dezember 2017
&copy Stephan Tissot/Archiv

Der liturgische Lichtermarsch am Samstag, 16. Dezember, durch Lahr ist seit drei Jahren ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit. In diesem Jahr organisiert zum ersten Mal ein Team der Ökumene diesen Zug und die Kundgebung auf dem Rathausplatz.

Der Lichtermarsch in Lahr geht auf eine Initiative des Pfarrer-Ehepaars Barbara und Frank-Uwe Kündiger zurück. Nach dem die evangelischen Theologen inzwischen am Bodensee eine neue Stelle angetreten haben, hat ein ökumenisches Team die Organisation des Lichtermarsches 2017 übernommen. Das Team besteht aus Mitgliedern der Evangelischen Erwachsenenbildung, dem Ältestenkreis der Luthergemeinde und einigen engagierten Ehrenamtlichen aus der gesamten Lahrer Ökumene. 

Neuer Startpunkt

Die Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen und der Katholischen Kirche sowie der Aramäischen Gemeinde wird unter anderem dadurch deutlich, dass der Start des Lichtermarsches in diesem Jahr an der katholischen Kirche Sancta Maria ist. Die Bewirtung nach mehr als einem dreistündigen Marsch mit vielen Stationen quer durch die Stadt übernimmt dann im Gemeindehaus an der Martinskirche die Aramäische Gemeinde. In den vergangenen Jahren war der Auftakt an der evangelischen Friedenskirche, eine Station im Zeichen der Ökumene war die kleine Dinglinger Heilig-Geist-Kirche.

Der Lichtermarsch durch Lahr findet am Vorabend des dritten Advents statt. Der Marsch beginnt um 17 Uhr an der Kirche Sancta Maria. Die nächste Station ist die evangelische Stiftskirche. Die zentrale Kundgebung auf dem Rathausplatz ist für 18.15 Uhr eingeplant. Sprechen werden Walter Caroli als ehrenamtlicher Stellvertreter von Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Marin Aziz und Elisabeth Akwaba für die Aramäische Gemeinde in Lahr sowie Katharina Lindner und Monika Esken für die Organisatoren des liturgischen Lichtermarsches. Weitere Stationen sind die AB-Gemeinde in der Oberen Bergstraße, die Christuskirche und zuletzt gegen 20.15 Uhr die Dinglinger Martinskirche. Die musikalische Begleitung übernehmen Marion Lampeitl und Aaron Roth.

Mahnend an Krieg, Verfolgung und Not erinnern

Mit dem Lichtermarsch wollen die Teilnehmer mahnend an Krieg, Verfolgung und Not auf der Welt erinnern: zum Beispiel in Syrien, im Irak, in Nordafrika, Afghanistan oder Pakistan. »Wir können nicht Weihnachten feiern, ohne an sie zu erinnern.« So steht es auf dem Flyer, der den Lichtermarsch ankündigt. Die Organisatoren und die Teilnehmer wollen aber auch an Christus erinnern, »in einem Stall geboren und als Kind bereits auf der Flucht«. Das Licht stammt aus der Bethlehemer Geburtskirche. Christen aus Palästina bringen das Licht von dort als »Friedenslicht von Bethlehem« in alle Welt.

Autor:
Stephan Tissot

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