Lahr/Schwarzwald

Magnolie im Mittelpunkt: der neue Spitalgarten in Lahr

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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25. Mai 2019
OB Wolfgang G. Müller (links) übergab am Freitag den Spitalgarten seiner Bestimmung.

OB Wolfgang G. Müller (links) übergab am Freitag den Spitalgarten seiner Bestimmung. ©Endrik Baublies

Der neue Garten zwischen dem Neubau des Spitals und dem Storchenturm ist am Freitag eröffnet worden. Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller, Walter Caroli als Vorsitzender des Fördervereins »Spital Vital« und Planer Thomas Schlageter würdigten die Bedeutung des komplett neu angelegten Gartens an der bedeutenden historischen Stätte.

Pfarrer Markus Luy von der evangelischen Kreuzgemeinde und Liselotte Bur­meister für die katholische Seelsorgeeinheit An der Schutter sprachen ihren Segen nach den kurzen Grußworten. »Der neue Garten ist ein Ruheort im Herzen der Stadt.« Außerdem sei die halbrunde angelegte Grünfläche mit der markanten Magnolie »ein Quellort für die Bewohner des Spitals«. Beide wünschten, dass die Bewohner und Besucher »hier künftig die Seele baumeln lassen können«.

Der Freiburger Landschaftsarchitekt Thomas Schlageter, der den Garten und andere offene Bereiche des Spitals geplant hatte, freute sich, dass die Magnolie ein markanter und wichtiger Teil der Anlage, die auch gut Schatten spenden kann, die Bauarbeiten gut überstanden hat. »Vor vier Wochen stand der Baum in voller Blüte.« Das sei bei den Bauarbeiten, der Neugestaltung der Kreuzstraße, dem Neubau des Spitals und der Sanierung des Storchenturm alles andere als selbstverständlich. 

Kräuter und Gemüse

Der Garten sollte ein wenig südländisches Flair verströmen. Daher sind Rosensträucher, Lavendel und Zypressen gepflanzt worden. Ein Hochbeet mit Kräutern, Gemüse und anderen Pflanzen haben Bewohner und Mitarbeiter vor einigen Tagen neu angelegt. Der neue Garten, so der Planer, sei der letzte Bauabschnitt beim Umbau des Spitals gewesen .

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OB Müller erinnerte daran, dass der Neubau des Spitals, die Sanierung des Storchenturms, der Neubau des Museumsplatzes und zuletzt der Spitalgarten keine ganz leichten Aufgaben gewesen sind. Der Storchenturm und das Spital seien die Keimzellen der Stadt Lahr. Das Spital hat Heilika, die Frau Walters I. von Geroldseck und Gründer der Stadt, im November 1259 ins Leben gerufen. Die Entscheidung, das Spital zu modernisieren, hat der Gemeinderat im Jahr 2009 beschlossen. Müller nannte das Seniorenwohnheim Spital, das heute aus der Stiftung der Heilika hervorgegangen ist, eine Heimat für Lahrer im Herzen der Stadt. Caroli ergänzte, dass der heutige Storchenturm im Jahr 1218 den Baubeginn der Tiefburg der Geroldsecker und damit den Grundstein der späteren Stadt Lahr markiere. Das Spital an genau dem Ort, an dem jetzt der Garten eröffnet wurde, stammt dagegen »erst« aus dem Jahr 1755. 

Für den Förderverein, als Gemeinderat und sicher auch für viele der Bewohner, die im Garten den Reden zuhörten, sagte Caroli, dass es schön wäre, dass es diesen Garten jetzt gebe. Der Verein hat die meisten der Sitzgelegenheiten im Garten durch Veranstaltungen wie das Spitalmahl spenden können.

Musik zum Festakt

Ein Quartett der Musikschule begleitete Reden und Segen musikalisch. Der Verwaltungschef bewies zuletzt Fingerspitzengefühl. Statt ein Band mittels Schere und Hilfe von Drittem am Ende der Eröffnung zu zerschneiden, zog er eine Schleife auf.

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