Lahr

Maria Kott zeigt Wandelausstellung mit "Lahrer Steinen"

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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10. Februar 2019

Maria Kott zeigt noch bis zum 25. April ihre Arbeiten in den Räumen des Mehrgenerationenenhauses in Lahr. ©Jürgen Haberer

In den Räumen der beiden Standorte des Mehrgenerationenhauses ist bis zum 25. April eine Fotoausstellung mit Arbeiten von Maria Kott zu sehen. Gezeigt werden »Wegkreuze« und »Lahrer Steine«, Detailaufnahmen, die ganz bewusst in den Fokus genommene Ausschnitte historischer Bauwerke und zufällig entdecktes am Wegrand zeigen.

Der Rundgang durch den Treffpunk »Stadtmühle« beginnt mit einem fotografischen Paukenschlag im Besprechungsraum der Einrichtung. Maria Kott zeigt hier als thematischer Ausreiser ein großformatiges Bild der Ortenau-Brücke, dem Wahrzeichen der Landesgartenschau.

Traumhaftes Abendrot

Pylon und Brücke schälen sich aus einem traumhaften Abendrot heraus. Direkt daneben hängt eine Fotoarbeit ihres Mannes, auf der im Licht der Abenddämmerung die Skyline der Hochhäuser am Seepark zu sehen ist. Es ist das Siegerbild eines Fotowettbewerbs zur Landesgartenschau, den der Lahrer Anzeiger ausgelobt hat. Maria Kott, 1945 im Sudetenland geboren, seit 1968 in Lahr lebend, hat nach ihrer Pensionierung im Jahr 2006 die Fotografie für sich entdeckt. 

Es macht ihr Spass, mit der Kamera durch die Stadt zu streifen, wie die Bilderserie »Lahrer Steine«, im Aufenthaltsraum der Stadtmühle zeigt. Es sind Detailaufnahmen aus dem Kreuzgang der Stiftskirche und von Treppenaufgang am alten Rathaus. Eine Rosette im Torbogen beim Integrierten Beruflichen Gymnasium, ein Segment des Storchenturm, Gestaltungselemente des Brunnens auf dem Marktplatz. Maria Kott hat die in Sandstein und Granit gegossene Schnörkel und Stilelemente  herangezoomt und damit auch ein Stück Lahrer Geschichte eingefangen.

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Efeu umrankter Pfosten

Im Begegnungshaus am Urteilsplatz geht die erste Assoziation dann erst einmal ins Leere. Maria Kotts »Wegkreuze« zeigen nicht die Bildstöcke und Kruzifixe, die es im ländlichen Raum immer wieder am Wegrand zu entdecken gibt. In zwölf Fotografien hat sie graphische Kreuzmuster eingefangen, die uns im urbanen Raum oft kaum bemerkt überall begegnen. Da ist das rote Fensterkreuz und das auf einer Baustelle entdeckte Kreuz der Armierungseisen. 

Das Kreuz zwischen Pflastersteinen und der von Efeu umrankte Pfosten eines Gartenzaunes, der sich mit einer Querstrebe überschneidet, eine auf den Asphalt gemalten Parkplatzmarkierungen. Die pensionierte Verwaltungsangestellte und langjährige Religionslehrerin scheint ganz offensichtlich einen Blick zu haben für die mannigfaltige Begegnung mit der Kreuzform im Alltag. 

◼ Die Wandelausstellung von Maria Kott kann bis zum 25. April, während den üblichen Öffnungszeiten im Begegnungshaus am Urteilsplatz und in der »Stadtmühle« besichtigt werden.

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