Lahr

Max-Planck-Gymnasium: Ein bemerkenswerter Abschlussjahrgang

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 3 Minuten
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27. Juli 2021

Die Preisträger des Gymnasiums bei der Abschlussfeier, die sich mit ihren Mitschülern außerdem über einen Gesamtdurchschnitt von 2,2 freuen dürfen. ©Walter Holtfoth

Zweimal hat es am Max-Planck-Gymnasium Lahr die Note 1,0 gegeben. Die Schülervertreter beschreiben bei der Abschlussfeier die erschwerten Bedingungen in den Corona-Zeiten.

Es ist ein großer Tag für 67 Schülerinnen und Schüler im Max-Planck-Gymnasium, die ihren Abschluss geschafft haben. Viele stolze Eltern und Angehörige zücken ihre Kameras und Handys, um bei der Abiturfeier das große Gruppenbild zu erhaschen. Die Kleidung des Abschlussjahrgangs spricht für eine ganz große Gala. Timo Haag, ein Vater, sagt: „Dieser Jahrgang hat in den vergangenen Monaten auf so viel verzichten müssen, diesen Moment haben sie alle verdient.“ 

Für den erkrankten Schulleiter Christoph Bohn übernahm mit Dieter Faißt sein Stellvertreter die Begrüßungsansprache zum Festaktsauftakt. Sein Lob ging  an die Eltern: „Sie haben ihrem Kind Grundvertrauen gegeben und ihm Werte vermittelt, Interesse für die Welt und ihre Mitmenschen erweckt.“ Mit Blick auf Kollegen und alle am Schulleben Beteiligten betonte Faißt, dass eine gelebte Beziehungskultur ein allgemeines Wohlbefinden kreiert. 

„Jetzt seid ihr Maxler“ mit diesen Worten schlug Faißt den Bogen zur großen Familie aller, die im Hause ihren Abschluss gemacht haben. Bemerkenswert sei der Gesamtdurchschnitt von 2,2, „der ist richtig gut,“ großer Beifall unterbrach die Rede des stellvertretenden Schulleiters. Mit Vera Noé und Jonas Fehrenbacher erreichen gleich zwei Schüler die Traumnote von 1,0. Besonders stolz ist das ganze „Max“  auf die Tatsache, dass in weiteren 28 Zeugnissen eine Abiturnote mit einer Eins vor dem Komma gewertet wurde. Zwölf Schüler und Schülerinnen wurden  mit Preisen der Schule ausgezeichnet. Faißt sagte: „Nun kannst Du dich auf lebenslanges Lernen einstellen, zu den „Abifinals“ als Motto des Jahrgangs 21 kommen sicher noch viele Finals hinzu.“ Die erworbene Bildung erleichtere die Orientierung in einem Meer von Informationen. Sie sei, auch im Sinn von Heinrich von Kleist, auch ein Stück der Menschwerdung, ein Stück weit vielleicht auch der Weg zum Glück.  Lehrerin Birgit Brachat bat nicht nur jeden Abiturienten, jede Abiturientin auf die Bühne, sie verlas auch Grußworte des erkrankten Schuleiters Christoph Bohn, der sein Bedauern ausdrückte, dass er seine Schüler in den Tagen der Prüfung nicht unterstützend begleiten konnte. 

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Mit Amelie Stöcklin, Lucie Fehrenbacher und Sophia Kälble kamen die Schülervertreter zu Wort, die insbesondere die erschwerten Bedingungen in Corona Zeiten beschrieben. Nicht nur die Maskenpflicht, auch das ständige Testen sei nicht wirklich angenehm gewesen. Die Angst während der Prüfungen von einem falsch Positiven Ergebnis erwischt zu werden, habe für zusätzlichen Stress gesorgt. 

In den verschiedensten Bereichen des Schullebens haben sie zurückgesteckt. Theaterfahrten und Städtereisen, Schulfeste und Exkursionen fanden nicht statt. Dennoch dankten sie allen für die schönen Erinnerungen, die allerdings auch nach einer Pause des Nachdenkens nicht einfallen wollten.

Verkürzter Schulweg

Ein wesentlicher positiver Umstand sei, der durch die Homeschooling entstandene verkürzte Schulweg gewesen. „Einfach von der linken Seite des Bettes umdrehen nach rechts, wo der Lappi stand.“ Sie haben den Humor behalten und die Lacher auf ihrer Seite. Nachdem die Zeugnisse ausgegeben wurden, gab es für die Preisträger noch die besonderen Auszeichnungen. 

Martin David Herrenknecht betonte, dass er zwar sein Abitur ebenfalls am „Max“ bestanden hat, zu einem Preis habe es aber nicht gereicht. Er überreichte den Herrenknecht-Preis für herausragende Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften. Nach der Preisverleihung und dem Schlussbild ging es mit dem Abifilm in den unterhaltsamen Teil des Abends.

Stichwort

Erfolgreiche Absolventen

Die Preisträger: Max-Planck-Preis für das beste Gesamtergebnis (Gesamtnoten-Durchschnitt von 1,0): Vera Noé; Preis der Schule für besonders gute Leistungen: 1,0 Jonas Fehrenbacher, 1,3 Ines Henning, 1,1 Lucie Fehrenbacher, 1,3 Olivia Fleig, 1,2 Jule Kiesele, 1,4 Mehmet Eldiven, 1,2 Adrian Gehringer, 1,5 Leonie Vidac, 1,2 Lukas Wangler,1,5 Tobias Arnold, 1,3 Lilli Schwärzel, 1,5, Vanessa Glaub, 1,3 Alisa Hummel; Herrenknecht-Preis: Adrian Gehringer.

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