Schwanau

Mehr Kitaplätze für unter Dreijährige in Schwanau

Reiner Beschorner
Lesezeit 3 Minuten
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02. Dezember 2022

Schwanau stockt Plätze der beiden Kitas in Nonnenweier auf. Diskussion im Gemeinderat um Eigentumsverhältnisse. ©Foto: Hagen Späth

Schwanau stockt Plätze der beiden Kitas Regine Jolberg und Oberau in Nonnenweier auf. Im Gemeinderat gab es Diskussionen um die Eigentumsverhältnisse.

Der jüngsten Kindergartenbedarfsplanung zufolge fehlen in der Gemeinde Schwanau zum Kindergartenjahr 2022/2023 vor allem Plätze für unter Dreijährige. Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat die Erweiterung der Kita Kinderhaus Regine Jolberg um zwei Gruppen beschlossen. Auch altersgemischte Gruppe im Oberau-Kindergarten in Nonnenweier wird von elf auf 17 Plätze aufgestockt. 

Die Kita Regine Jolberg

In der Kita in Nonnenweier sind eine altersgemischte und eine Hort-Gruppe untergebracht, die Trägerschaft der Kita liegt beim Diakonissenhaus Nonnenweier. Der Saarländische Schwesternverband, der die Pflegeeinrichtung Diakonissenhaus Nonnenweier führt, will zum 1. April – nicht wie vorgesehen zum 1. Januar 2023 – die Trägerschaft der Kita übernehmen und nach Umbau der Bestandsräume eine weitere Gruppe für zehn Kinder unter drei Jahren mit verlängerten Öffnungszeiten, sowie eine mit zehn Ganztagesplätzen einrichten.    

Nora Burkert, Mitglied der Geschäftsleitung des Schwesternverbands, hat die Organisation selbst und danach die Umbaupläne vorgestellt, die auch vom Gemeinderat gebilligt worden sind, zumal der Schwesternverband als Bauherr zugesichert hat, die Baumaßnahme innerhalb von fünf Monaten abschließen zu wollen.

Zusätzliche Gruppe mit zehn Kindern

Stein des Anstoßes und Auslöser einer längeren Diskussion waren zum einen die Investitionskosten von knapp 455.000 Euro und vor allem die darin enthaltenen Planungskosten von rund 100.000 Euro. Diese erschienen vor allem Kuno Hamm (CDU) als viel zu hoch angesetzt. Dem wollte Dagmar Frenk (SPD) nicht zustimmen. Die Zeiten, in denen die Architektenleistungen mit zehn bis zwölf Prozent der Baukosten abgerechnet wurden, gehörten der Vergangenheit an, sagte sie. Mit den Gesamtkosten kann auch Fred Maurer (FWV) gut leben, zumal aktuell – Pi mal Daumen gerechnet – für die Einrichtung einer Kitagruppe rund eine Million Euro fällig wird. Hamm erwartet dennoch vom Schwesternverband ein Entgegenkommen bei den Planungskosten, respektive eine differenzierte Auflistung.

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Eigentumsverhältnisse klären

Günter Walter (FWV) sprach sich dafür aus, zunächst die Eigentumsverhältnisse zu klären, zumal der Schwesternverband eine Kaufoption für das Gebäude habe. Lutz Weide (SPD) hatte ebenfalls ein mulmiges Gefühl, dem Beschlussvorschlag zuzustimmen, bevor die Eigentumsverhältnisse schriftlich fixiert sind. Ein Vorschlag von Bürgermeister Marco Gutmann, den Beschluss bis zur Ratssitzung am 19. Dezember zu vertagen, fand im Gremium angesichts der Dringlichkeit keine Mehrheit. 

Schlussendlich stimmte der Gemeinderat der Erweiterung und den Investitionskosten zu. Voraussetzung: Die Verwaltung soll die aufgetretenen Fragen mit dem Schwesternverband klären und dem Rat berichten. 

Die Oberau-Kita

Im Oberau-Kindergarten in Nonnenweier wird die altersgemischte Gruppe von elf auf 17 Plätze aufgestockt. Den Kosten dafür hat der Gemeinderat zugestimmt. Hintergrund ist der Mangel an Kita-Plätzen vor allem für unter Dreijährige in Schwanau. Im Rahmen der jüngsten Kindergartenbedarfsplanung hat das evangelische Pfarramt Nonnenweier-Wittenweier als Träger der Einrichtung der Gemeinde eine Erweiterung angeboten. Die altersgemischte Gruppe für Kinder von zwei bis sechs Jahren soll um sechs Plätze auf 17 aufgestockt werden. 

Sechs zusätzliche Plätze

Die Räume müssen für die Aufstockung nicht umgebaut werden. Das Personal wird um eine Vollzeitstelle aufgestockt, geschätzte Kosten für eine Fachkraft: 57.000 Euro im Jahr. Nach aktueller Einschätzung der Bearbeitungszeit des Antrags auf die notwendige Änderung der Betriebserlaubnis kann mit der Aufstockung der Kitaplätze im Februar 2023 gerechnet werden.

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