Schwanau - Nonnenweier

Meißenheimer Georg Kleis feierte seinen 99. Geburtstag

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 2 Minuten
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16. Mai 2019

Rudi Bartkowiak (hinten von links), Bürgermeister Alexander Schröder und Kurt Reith gratulieren dem Jubilar Georg Kleis (vorn sitzend). ©Hans Spengler

Am Dienstag, 14. Mai, feierte in Nonnenweier im »Feierabendhaus« der Meißenheimer Georg Kleis seinen 99. Geburtstag.

Wenn man den Senior besucht, stellt man sehr schnell fest, dass er geistig noch topfit ist und sich sehr gut bis in seine Kindheit zurückerinnern kann. Beim Besuch des Lahrer Anzeigers – auch Bürgermeister Alexander Schröder, Altbürgermeister Kurt Reith und Rudi Bartkowiak vom Bündnis für Familien und Senioren waren anwesend, erzählte Kleis die ein oder andere Anekdote von früher. »Ich kann mich noch sehr gut erinnere, wo ich in die Kinderschul gegange bin«, so der lustige Senior. 

Ein »Äschpele«-Schnaps

Er war ein sehr begnadeter Obtsbaumwart und hat im ganzen Ried seltene Obstbäume und -sträucher veredelt. So verstand er es, die sogenannten »Äschpele« sogar auf Weisdornhecken zu veredeln. Er gab auch die Anekdote bekannt, »dass man diese ›Äschpele‹ erst nach dem ersten Frost ernten sollte, sonst müsse man ein kurzes Hemd anziehen, damit dieses wegen der Säure nicht in den Hintern gezogen wird«. Aus diesen »Äschpele« gebe es übrigens einen sehr guten Schnaps und ein kleines Fläschchen habe er auch immer bei sich. Wenn er etwas Fettes gegessen habe, wird ein kleines Schlückchen genommen, was dem Magen gut tue, so der Senior. 

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Bücher veröffentlicht

Bekannt ist der Jubilar auch als Mundartdichter, der die beiden Bücher »S-Äschpele« und »Am Schnitzgrade« schrieb. An einem Mundartwettbewerb hat er auch schon mitgemacht und sein Beitrag war unter 300 Teilnehmern im vorderen Bereich gelandet. Erst kaufte er sich eine rein mechanische Schreibmaschine, dann eine elektrische und mit 75 Jahren, schaffte er sich noch einen Computer an. 

Georg Kleis fühlt sich sehr wohl im »Feierabendhaus« in Nonnenweier und ist auch hier als gesprächiger, aber auch genügsamer Bürger bekannt. Nur das Laufen macht ihm Schwierigkeiten und deshalb sitzt er im Rollstuhl. Natürlich freuten sich auch die beiden Bürgermeister mit dem betagten Senior, denn der »Schorsch« arbeitete lange Jahre bei der Gemeinde Meißenheim als Hausmeister. Dem Altersjubilar wurde ein kleines Geschenk überreicht und man versprach, bei etwas wärmeren Temperaturen mit ihm eine Natur-Rundfahrt zu machen, damit er viele seiner veredelten Bäume auf ihren jetzigen Zustand überprüfen kann. 

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