Lahr/Schwarzwald

Michael Dutschke: ein Jahr Klimaschutzmanager in Lahr

Autor: 
Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
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07. Dezember 2017

Er ist so etwas wie das »grüne Gewissen« der Stadt Lahr: Klimaschutzmanager Michael Dutschke. ©Stadt Lahr

Michael Dutschke ist Klimaschutzmanager der Stadt Lahr. Vor gut einem Jahr trat er seinen Dienst an – und zieht jetzt eine durchaus positive Zwischenbilanz.

Ehrgeizige Ziele hat sich die Bundesregierung beim Klimaschutz gesetzt. Nach wie vor gilt die Vorgabe, die Emission von Treibhausgasen bundesweit bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 und bis 2050 um bis zu 95 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Ob sie das schafft, dazu scheint derzeit wohl eher Skepsis angebracht – doch damit überhaupt etwas geht, sind nicht zuletzt die Kommunen gefordert: Sie müssen den Hauptanteil leisten. 

Integriertes Konzept
Nicht zuletzt auch deshalb hat die Stadt im Oktober 2012 ein integriertes Klimaschutzkonzept beschlossen. Es umfasst den eigenen Handlungsbereich der Stadtverwaltung ebenso wie die privaten Haushalte und die Bereiche Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Verkehr und Ver- und Entsorgung. 

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Schnittstelle 
Dieses Konzept in die Praxis umzusetzen ist Aufgabe des Klimaschutzmanagers. Er bildet eine Art Schnittstelle zwischen Stadt, Bürgern und Unternehmen. Seit gut einem Jahr hat Michael Dutschke diese Aufgabe inne. Die Arbeit mache ihm Spaß, bekennt er – auch wenn er nach eigenem Bekunden eigentlich mehrere Kollegen brauchte, um allen Themen kontinuierlich und gleichmäßig Aufmerksamkeit zu widmen.

Thema öffentlich positionieren
Dennoch sei es ihm gelungen, das Thema Klimaschutz öffentlich zu positionieren. Auf der Habenseite verbucht er unter anderem das neue Format für den jährlichen Energietag. »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir unser Zielpublikum mit einem Tag der offenen Tür in Lahrer Betrieben besser erreichen«, meint er. Auch die Fachhandelsaktion zum Austausch alter Glühbirnen gegen Energiesparlampen sei gut angenommen worden. In den kommenden Monaten will er diese Aktion auf Haushaltsgeräte erweitern. Er will Wärmeverbundnetze in Wohnquartieren fördern – Beispiel Kanadaring. Auch verweist er auf die in Lahr geplanten Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit der Uni Stuttgart für ein hocheffizientes solar-geothermisches Heizsystem mit dem Titel »Wärmekonzept 1 zu 10«. Und nicht zuletzt sieht er auch in den Bereichen Verkehr und Mobilität, Gewerbe und Bauleitplanung Potenzial für mehr Klimaschutz. 

Nachholbedarf 
Doch er sieht auch noch Nachholbedarf. So sei das monatliche Beratungsangebot in Bereich Altbausanierung nur wenig bekannt und sollte besser angenommen werden. Zudem sei er zwar der »Kümmerer« zum Thema Klimaschutz, könne jedoch nicht immer der Macher sein. Letztlich entscheide der Gemeinderat – und der agiere immer auch »im Spannungsfeld unterschiedlicher Politikziele, von denen der Klimaschutz nur eines ist«.

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