Schwanau - Ottenheim

Millionenprojekt Ortsmitte Ottenheim ist bald fertig

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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13. September 2017
Der Eindruck täuscht: An der Vollendung der Ottenheimer Ortskernsanierung wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet.

Der Eindruck täuscht: An der Vollendung der Ottenheimer Ortskernsanierung wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. ©Thorsten Mühl

Das Millionen-Projekt Ortskernsanierung biegt in Ottenheim allmählich auf die Zielgerade ein. Bis zum Jahresende soll der größte Schwanauer Ortsteil über sein überarbeitetes Zentrum verfügen, das einst mit dem Entwurf »Zwei Plätze – eine Mitte« startete.

Wenn in Ottenheim an Silvester die Jahreswende eingeläutet wird, ist mit dem Thema Ortskernsanierung im Optimalfall ein jahrelanges, millionenschweres Projekt abgeschlossen. Die Verantwortlichen – ob Planer oder Verwaltungsvertreter – dürfte Erleichterung erfüllen. Die Kritiker werden von verpassten Chancen sprechen, sich aber auch die Frage stellen müssen, warum diese Positionen nicht von Beginn und mit mehr Nachdruck formuliert wurden.

Kein gerader Weg

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Die Sanierungsmaßnahmen in Ottenheims Zentrum sind ins letzte Vierteljahr eingetreten. Derzeit laufen die Arbeiten für die Abschnitte eins (rund um den Bürgersaal) und drei (am, im und um das alte Rathaus). Gerade das Außengelände beim Bürgersaal wird aktuell gestaltet, wobei seit einigen Wochen schweres Gerät im Einsatz ist. »Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Wir gehen von einem entsprechenden Abschluss aus«, erklärte Martina Stahl (Bauverwaltung) dem Lahrer Anzeigers. Verkompliziert wurden einzelne Maßnahmen im Vorfeld bekanntlich wegen Problemen bei der Auftragsvergabe für die Erneuerung von Fahrbahn und Gehwegen. Gleich zweimal musste die Ausschreibung aufgehoben werden, da erstens zu wenige und zweitens unangemessen hoch angesetzte Angebote eingingen (wir berichteten mehrfach). Aus kommunaler Sicht nicht hinnehmbar, so dass die Planer des Freiburger Büros »Faktorgrün« eine komprimierte, in Teilen überarbeitete Variante vorlegten. Im Februar entschied der Gemeinderat sich für eine Vorgehensweise, die vorsieht, den Naturstein statt in einem fest verfugten Mörtelbett nun auf Splittbasis lose zu verlegen. Jäger- und Kirchstraße sollen ganz oder in Teilbereichen asphaltiert werden. Außerdem sind für das bis Jahresende gesperrte »Trommelgässle« (bei der Jägerstraße) Betonpflaster- statt Natursteine vorgesehen. Selbiges gilt für den Bereich hinter der Ortsverwaltung. 

Das alte Rathaus zeigt sich nach der Außensanierung von seiner vornehmlich grauen Seite, wobei sich einzelne Teile wie die Fassade farblich abheben. Um die Gestaltung des exakten Tons hatten sich im Vorfeld ebenfalls lange und zähe Diskussionen ergeben. Innen wird intensiv gearbeitet, der Zeitplan ist anspruchsvoll, soll aber gehalten werden. Martina Stahl zeigt Elemente wie die komplett erneuerten sanitären Anlagen, auch im Bürgersaal sind die Neuerungen bereits zu erahnen. »Wir sind auf einem ganz guten Weg«, so Stahl.
 
Der Weg bis zur Fertigstellung der Ortsmitte verlief in den vergangenen Jahren nicht immer geradlinig, erwies sich streckenweise sogar als sehr steinig. Mit dem fertigen Resultat werden – auch aufgrund der Kostendimension – längst nicht alle Beteiligten glücklich sein. Allein im laufenden Haushaltsjahr investiert die Gemeinde 1,899 Millionen Euro, der größte Einzelposten im Haushalt. Der Ansatz aus 2011, drei Jahre später bereits auf 3,6 Millionen Euro angepasst, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gehalten werden. Dennnoch wurde mit der Ortsmitte ein auf dem Siegerentwurf »Zwei Plätze – eine Mitte« basierendes Konzept umgesetzt, das über viele Jahrzehnte hinweg bereits gewünscht wurde. Grund genug, dem Ganzen auch von kritischer Seite her nach Fertigstellung eine Chance zu geben.

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