In Lahrer Schulen unterwegs

Mit dem kleinen Zebra den Verkehr und seine Gefahren erklären

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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16. September 2019

Wollen für sichere Schulwege sorgen: Peter Rottenecker, Kurt Reith, Andrea Rehmann, Hans Peter Huber und Felix Neulinger. ©Thorsten Mühl

Die Aktion »Sicherer Schulweg« findet in diesem Jahr auch wieder im Großraum Lahr statt. Vom 7. bis 11. Oktober wird dabei »das kleine Zebra« an Grundschulen gastieren. Polizei, Verkehrswacht und Volksbank Lahr begleiten die Aktion. 

Seit fast 30 Jahren sind Lahrer Institutionen und das Referat Prävention der Polizeidirektion Offenburg Kooperationspartner bei der Aktion »Sicherer Schulweg«. Polizei, Verkehrswacht und Volksbank arbeiten eng zusammen, wie das Pressegespräch im Wertehaus der Volksbank Lahr veranschaulichte. 

Botschafter und Gesicht der Aktion ist wieder »das kleine Zebra«, das zwischen dem 7. und 11. Oktober in Grundschulen des Großraums Lahr zu Gast sein wird. Ziel ist, mit einem interaktiven Theaterstück Schulanfängern korrektes Verhalten im Straßenverkehr näherzubringen. Auch die Gefahrenquellen im Verkehr werden aufgezeigt und benannt. 

Die Aufführungen werden nicht nur mit dem »kleinen Zebra«, das von einer Schauspielerin dargestellt wird, sondern auch einem Vertreter der Polizei bestritten. Das Stück arbeitet pädagogisch so, dass sich das »kleine Zebra« bewusst falsch verhält, damit die Kinder ihm klarmachen müssen, wie es sich richtig zu verhalten hat. Auf diese Weise lernen alle Beteiligten. 2018 waren in der südlichen Ortenau mehr als 1000 Grundschüler in die Aufführungen involviert.

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Erschreckende Quote

Die Zahl der bundesweiten Schulwegunfälle lag 2018 bei 105 000, eine noch immer erschreckend hohe Quote. »Gerade Schulanfänger müssen sich auf viele neue Situationen und Wege mit mehr Verkehr und andere Verkehrsmittel einstellen«, hielt Peter Rottenecker, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Lahr, fest. Jeder verhinderte Unfall sei ein Erfolg. Die Aktion »Sicherer Schulweg« solle dazu beitragen, die leicht rückläufige Unfallzahl weiter zu reduzieren. Das Geldinstitut stellt dafür 4000 Euro zur Verfügung, weitere 2000 Euro werden der Verkehrswacht Lahr gestiftet. Deren Vorsitzender Kurt Reith nahm den Betrag entgegen. Er kündigte an, die Spende werde für die Anschaffung weiterer »Alkohol-Simulationsbrillen«, die Einbruchsicherung des Containers auf dem Verkehrsübungsplatz (VÜP) sowie ein Vordach zum Unterstellen auf dem VÜP verwendet. 

Die Aktion »Sicherer Schulweg« sei laut Reith »ein wichtiger Meilenstein in Bezug auf die Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung«. Felix Neulinger, der Leiter des Polizeireviers Lahr, informierte, dass die Zahl der Schulwegunfälle in Lahr massiv gefallen sei. 1981 lag sie noch bei 31, heuer bei sechs bis acht. Neulinger betonte, dass eine Reduktion der Zahlen »nur institutionen-übergreifend und Hand in Hand« zu erreichen sei. 

Hans Peter Huber und Andrea Rehmann, beide vom Referat Prävention der Polizeidirektion Offenburg, führten aus: »Das System Straßenverkehr ist komplex. Allzu oft lässt sich beobachten, dass verhaltenssichere Kinder durch das verantwortungslose Handeln Erwachsener, beispielsweise vor roten Ampeln, völlig unnötig verunsichert werden.« Um das zu ändern, seien gleichermaßen Institutionen wie Eltern gefragt. 

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