"Rente - und dann?" (8/20)

Mit dem Wohnmobil geht es an die Nordsee

Autor: 
Hans Spengler
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24. Dezember 2015
Wenn Klaus Huser und seine Leni die Reiselust packt, dann fahren sie in ihrem Wohnmobil los. Auch sonst hat der Rentner einiges zu tun den Tag über.

Wenn Klaus Huser und seine Leni die Reiselust packt, dann fahren sie in ihrem Wohnmobil los. Auch sonst hat der Rentner einiges zu tun den Tag über. ©Hans Spengler

»Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an«, heißt es einem Lied. Wirklich? Was tun Menschen, wenn die Berufszeit vorbei ist? Der Lahrer Anzeiger stellt in der Serie »Rente – und dann?« solche Menschen in Meißenheim vor – normalerweise freitags, wegen der Feiertage bereits am Donnerstag. Heute ist Klaus Huser (66) dran.

»Mit 66 Jahren...« So alt ist Klaus Huser heute. In Rente ging er aber vor drei Jahren – da fing der nächste Lebensabschnitt nach 49 Arbeitsjahren an.

Huser ist ein »Missner«. Hier wurde er geboren, hier ging er in die Schule, hier lebt er immer noch. Mit 14 Jahren begann er eine Lehre als Schlosser bei der Firma Sieferle in Lahr, die Kassenschränke und Tresore herstellte.

Nach der Ausbildung, das war 1966, arbeitete er noch drei Jahre in dem Betrieb. Dann wechselte er zur Nestler Wellpappe. In dem Unternehmen blieb er bis zu seinem Ruhestand und war als Betriebsmechaniker für die Instandhaltung der Maschinen zuständig. In seine Zeit fiel auch der große Umzug von Nestler aus dem innerstädtischen Bereich ins Industriegebiet Lahr-West.

Das Unternehmen wandelte sich über die Jahre, wurde größer. Da mussten die Leute auch mal am Wochenende ran. Klaus Huser war immer dabei. Lange Jahre war er auch im Schichtdienst, der rund um die Uhr ging, beschäftigt. Doch nach einer Herzoperation ging er 2012 dann in den Ruhestand.

Für Klaus Huser war das ein großer Schritt. Er war die tägliche Herausforderung bei der Arbeit gewohnt. Wie gut, dass er sich für seine Rente bereits weitere Aufgaben geschaffen hatte. Zum Beispiel hatte er frühzeitig Obstbäume gepflanzt, die gepflegt sein wollen. Für den großen Kachelofen im Haus macht er als Selbstwerber das Brennholz im Meißenheimer Wald mit den eigenen Händen.

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»Wer rastet, der rostet«

Und eine Frau hat Huser­ auch. 1970 heiratete er die Gastwirtstochter Leni. Das Paar hat einen sehr großen Bekanntenkreis und wohnt in dem Zweifamilienhäuschen mit dem jüngsten von drei Söhnen, Michael. Seit 1973 ist Huser­ in der Feuerwehr-Abteilung Meißenheim aktiv. Und da ist er nicht der Erste in seiner Familie.

Sein Vater Emil war viele Jahre Feuerwehrkommandant. Von 1988 bis 2003 war Klaus Huser Obmann des Fanfarenzuges der Feuerwehr Meißenheim, und bis heute bläst er auf einer Fanfare mit. Und gemeinsam mit Heinz Rosewich leitet er die Alterskameraden der Feuerwehr.

Wenn er nicht gerade die Angel auspackt, ist Huser gerne mit Ehefrau Leni im Wohnmobil unterwegs. An die Ostsee oder an die Nordsee oder nach Österreich fährt das Paar gerne.

Außerdem ist Huser keiner, der nur zum Naschen in die Küche kommt. Er kocht und backt gerne Kuchen. »Ich habe mich in meinem Rentendasein eingefunden«, sagt er – auch wenn er immer noch nach dem Motto lebt: »Wer rastet, der rostet«.

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