Lahr

Lahrer Funkamateure geben Einblick in ihr Hobby

Autor: 
Stephan Tissot
Lesezeit 3 Minuten
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01. August 2017

Funkamateur Karl-Heinz Tillack (vorn) freut sich: »Ich war heute schon in Barcelona.« ©Stephan Tissot

Rund fünf Dutzend Funkamateure sind in Lahr in einem Verein organisiert. An ihrem jährlichen Field Day geben sie Interessierten Einblick in ihr Hobby. Der Lahrer Anzeiger hat vorbeigeschaut und sich von den Funkern kundig machen lassen.

Die Antennen sind eher unscheinbar, und die Handgeräte erinnern an das klassische Funkgerät. Die Technik, die die zehn bis 15 Mitglieder der Ortsgruppe Lahr des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (Darc A 08 Lahr) am Wochenende nutzen, ist etwas komplexer. Die Reichweite geht deutlich über das hinaus, was man mittels Handfunk übertragen könnte. Zu ihrem alljährlichen Field Day (Feld-Tag) sind die Lahrer Funkamateute diesmal aufs Gelände des Ina-Tennisclubs gezogen. Dort sind die Funkstrecken besser einzurichten als im Vereinsheim in der Innenstadt, erfahren wir.

»Ich war heute schon in Barcelona«, freut sich Karl-Heinz Tillack. Er hat mit seiner Technik obendrein Funkerkollegen in Irland und St. Petersburg erreicht. Die Verständigung findet normalerweise auf Englisch statt, aber der Funker aus der russischen Stadt könne besser Deutsch, verrät Tillack.

Theoretisch könnten die Lahrer Funker rund um die Welt jeden erreichen, der auf vergleichbaren Wellenlängen unterwegs ist – und erreicht werden will. Funker befinden sich normalerweise auf einer Wellenlänge. Die Signale per Kurzwelle oder Ultrakurzwelle (UKW) werden durch Schichten in der Stratosphäre zurückgeworfen; daher geht der Kontakt tatsächlich rund um den gesamten Erdball. 

Voraussetzung dafür ist nur das entsprechende Signal des Senders und eine Antenne, die die Funker schlicht »Draht« nennen. Der sollte freilich eine gewisse Höhe haben, und das freie Feld hat auch Vorteile. Theoretisch reicht der Kontakt sehr weit. Die Lahrer Funkamateure könnten auch auf den Mond senden, das entsprechende Signal vorausgesetzt. Nur das von dort keiner antworten würde. 

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»Nachts ist es besser, zu funken«, ergänzt Thomas Dickele die Informationen. Weil es da weniger atmosphärische Störungen gebe, könnte man dann auch Australien oder Neuseeland erreichen. Dies wollen die Lahrer Funkamateure am Abend auch versuchen. 

»Brauchen kein Internet«

Die Lahrer Funkamateure – neben Tillack und Dickele sind Michael Schreiner und Christoph Richter mit ihren Geräten auf dem Feld – betreiben den Funk heute als reines Hobby. Einig sind sie sich beim Field Day auch darüber: »Wir brauchen hier kein Internet.« Dabei könnte – im Fall der Fälle – ein Verein wie die Lahrer Funkamateure echte Hilfe bieten. Die Geräte könnten einfach und schnell per Notstromaggregate betrieben werden. Damit würde bei einer Katastrophe zum Beispiel echte Kommunikationshilfe möglich sein. 

Noch ein Vorteil: Der »Draht«und die Geräte sind relativ schnell aufgebaut und bleiben dann auch stabil. Übertragen werden können neben Signalen (Morsezeichen) und Sprache auch Bilder – und sogar Fernsehen.

Stichwort

Funkamateure

Die Ortsgruppe Lahr des Vereins Deutscher Amateur-Radio-Club, Ortsgruppe Lahr (Darc A 08 Lahr) besteht seit 65 Jahren und hat derzeit rund 60 Mitglieder. Der »Field Day« gehört zu den regelmäßigen jährlichen Veranstaltungen. Der Ort des Tennisclubs der Ina in diesem Jahr war aber neu. Die Mitglieder treffen sich jeden zweiten Mittwoch im Monat im Vereinsheim, dem Dachgeschoss der Luisenschule, Industriehof 12.

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