Grohe in Lahr

Offenes Werkstor in Lahr: Moderne Duschen sind Wellness pur

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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15. August 2016
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(Bild 1/5) Roland Obergföll, technischer Trainer bei Grohe (li.) und Redaktionsassistentin Sabine Höfler (re.) begrüßten 19 Leser des Lahrer Anzeigers, die bei der Firma Grohe hinter die Kulissen des Sanitär-Armaturenherstellers blicken wollten. ©Peter Heck

Mit ihrem Slogan »Pure Freude am Wasser«, den man nicht nur in der Werbung, sondern auch an vielen Stellen in den Werkhallen lesen kann, wirbt die Grohe AG für ihre Sanitär-Armaturen und -Ausstattungen. 19 Leser des Lahrer Anzeigers erfuhren im Rahmen der Sonderaktion »Offenes Werkstor«, was hinter diesem Versprechen steckt. 

»Grohe ist eine Marke!« Es klang fast wie ein Aufruf, mit dem Roland Obergföll, der technische Trainer der Grohe AG in Lahr, immer wieder die Führungsrolle seines Unternehmens auf dem Gebiet der Armaturen und Bäderausstattung in der Welt betonte. Dass dahinter ein berechtigter Stolz steckt, konnten die Teilnehmer der Sonderaktion »Offenes Werkstor« in Anbetracht der Vorstellung und Vorführung der einzelnen Produkte gut nachvollziehen.  

In Lahr seit 1956

Zunächst stellte Obergföll anhand einer Power-Point-Präsentation die Geschichte und die Entwicklung der Firma Grohe und vor allem des Standorts Lahr vor. Sie geht bis in die 30er-Jahre zurück, begann aber in Lahr erst 1956 mit dem Kauf der Firma Carl Nestler durch Grohe. 1963 wurde dann das heutige Werk in der Carl-Benz-Straße errichtet.

Individuelles Duschvergnügen

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Unter der Überschrift »Grohe gestaltet die Zukunft – Innovationen & Technologien« wurde anschließend mit entsprechenden Abbildungen die Entwicklung der Armaturen dargestellt, die nach den Worten von Armbruster auf der Basis deutscher Ingenieurskunst mit langer Tradition hergestellt werden – vom automatischen Druckspüler bis zum heutigen »besten Grohtherm aller Zeiten«. Erstaunen löste unter anderem eine geräumige Duschzelle aus, bei der man sich nicht nur von Musik, sondern auch von allen möglichen Seiten von Wasser berieseln lassen kann – vom Stand-, Ring- und Seitenstrahl bis hin zur Vernebelung kann der Benutzer ein individuelles Programm eingeben. Da wird Duschen zu Wellness pur. »Da braucht man ja nicht mehr in den Urlaub zu fahren«, sagte eine Teilnehmerin dazu. Nur 0,8 Prozent der Deutschen haben ein Dusch-WC – in Japan etwa sind es 60 Prozent. Hier sieht die Firma eine Zukunft, wie Obergföll darstellte. 

Ständige Kontrolle

Ansonsten überzeugte die große Palette der sanitärtechnischen Produkte und Systeme, die in fast alle Welt exportiert werden. Wie sie hergestellt werden, wurde den mit Warnwesten und Kopfhörern ausgestatteten Besuchern dann beim Gang durch die Werkhallen an den einzelnen Maschinen gezeigt und erklärt. Das betraf die Metallfertigung, die Lackierung, die Galvanisierung, den Kunststoffbereich bis hin zur Verpackung, wobei alles einer ständigen Kontrolle unterliegt. 

Am Ende der Besichtigung waren alle Beteiligten beeindruckt von der Führung durch den Betrieb. Man hatte viel Neues gesehen und war sich einig, dass man mit Grohe tatsächlich »pure Freude am Wasser« haben kann. 

Hintergrund

Historie

 1936: Friedrich Grohe (geb. 1904 in Schiltach) verlässt das Geschäft seines Vaters und kauft die 1911 gegründete Firma Berkenhoff & Paschedag, ein Hersteller von Badezimmer-Armaturen in Hemer. 
 1948: Umbenennung des Unternehmens in Friedrich Grohe Armaturenfabrik.
 1956: Grohe akquiriert die Carl Nestler Armaturenfabrik in Lahr, den Technologieführer für Thermostate.
 1956: Grohe bringt das »Volks-Thermostat« Skalatherm auf den Markt.
 1962: Grohe erwirbt die exklusive Lizenz des sogenannten Moen-Mischers.
 1968: Einführung des beliebten Einhandmixers. ITT International Telephone & Telegraph erwirbt die Mehrheit der Anteile an der Friedrich-Grohe-Gruppe.
 1983: Unternehmensgründer Friedrich Grohe stirbt. Seine Erben kaufen kurz danach die Gesellschaftsanteile zurück.
 1991: Grohe erwirbt die Herzberger Armaturen GmbH in Brandenburg und die Eichelberg GmbH aus Iserlohn, einen der ältesten deutschen Hersteller von Sanitär-Armaturen.
 1994: Grohe kauft die Deutsche Armaturenfabrik Leipzig (DAL), Hersteller für Installations- und Spülsysteme und zugleich ein Technologieführer der Industrie.
 1998: Grohe wird an die Investorengruppe BC Partners verkauft. 
 2004: Ein Konsortium aus Texas Pacific Group und CSFB Private Equity (einer Tochter der Schweizer Credit Suisse) übernimmt Grohe.
 2014: Die japanische Lixil Group und die Development Bank of Japan übernehmen 87,5 Prozent von Grohe. Grohe bleibt innerhalb der Lixil Group eine eigenständige Marke.

Info

Wussten sie schon, ...

 … dass eine anspruchsvolle Handbrause aus bis zu 80 Einzelteilen besteht?
 … dass Grohe 2015 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis unter anderem für ihre wasser- und energiesparenden Systeme erhalten hat?
 ... dass Grohe und die Schiltacher Firma Hansgrohe zwar gemeinsame Wurzeln haben, aber verschiedene Firmen und auf dem Markt für Sanitär-Armaturen Wettbewerber sind?

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