Friesenheim - Oberschopfheim

Motorradfreunde treffen sich in Oberschopfheim

Autor: 
Frank Hansmann
Lesezeit 3 Minuten
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14. August 2017

Nicht ganz so dicht besiedelt wie in den Vorjahren war die Zeltstadt vor dem Festzelt. ©Frank Hansmann

Mit dem 43. Lendersbach-Treffen setzten die Motorradfreunde Oberrhein die Erfolgsgeschichte des besonderen Motorrad­treffens mit Volksfestcharakter fort.

Eigentlich verlief das 43. Lendersbach-Treffen der Motorradfreunde Oberrhein (MFO) in gewohnter Weise ab – unspektakulär mit Volksfestcharakter. Und doch war es wieder etwas Besonderes. 

Magische Anziehungskraft
Erhalten blieb einmal mehr die magische Anziehungskraft, die dieses Treffen auf sein Publikum ausübt. Vor allem am Samstag pilgerten viele Einheimische an den schön gelegenen Platz am Waldrand unterhalb der Lendersbachhütte. Nicht ganz so dicht besiedelt wie in den Vorjahren war die Zeltstadt vor dem Festzelt. Die Regentage bis hin zum Freitag schienen doch den einen oder anderen abzuhalten. 
Dem besonderen Charakter des Treffens konnte jedoch auch das Wetter nichts anhaben. Abgesehen von den matschigen Zufahrten steckte die Wiese die himmlische Bewässerung gut weg. Nur einen Mittfünfziger aus Lampertheim kostete es den Blinker seiner BMW, als er diese ungewollt bei der Ankunft im Matsch ablegte. »Ich habe noch vier Blinker in der Garage zu Hause«, nahm er es dennoch gelassen. 

»Das ist denen ihr Jakobsweg«
Weite Teile der Zeltstadt waren in friesischer Hand – einmal mehr. Seit den Anfangsjahren pilgern Biker aus der Gegend um Husum nach Oberschopfheim. Längst schon legt die zweite Generation die fast 800 Kilometer auf den Motorrädern zurück. So manch älterer bevorzugt mittlerweile jedoch das Auto für die Reise. »Das ist denen ihr Jakobsweg«, so Norbert Hansen Im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Hansen weiß wovon er spricht: Schließlich blieb der Friese 1982 nach dem Lendersbach-Treffen hier in der Region hängen. Das jährliche Treffen bedeutet daher auch für ihn Wiedersehensfreude. 

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»Platt« und Pasteten
Wie gesellig und kontaktfreudig die Biker sind, belegte der schon zur Tradition gewordene Umtrunk zwischen den Nordfriesen und den Motorradfahrern aus der französischen Champagne am Samstagnachmittag. Niemand beherrscht die Sprache des anderen. Neben Deutsch und Französisch wird natürlich auch »Platt« gesprochen. »Die Verständigung funktioniert mit Händen und Füßen«, sagt Nordfriese »Deddel«, während »Madame Isabell« mitgebrachte Pastete servierte. Seit 23 Jahren schon reisen die Franzosen aus der 400 Kilometer entfernten Champagne an. 

Clique aus Zweibrücken 
Nach 30 Jahren Pause zog es eine Clique aus Zweibrücken wieder einmal nach Oberschopfheim. Der Initiator nahm des Treffen zum Anlass, die ehemalige Truppe aus der Westpfalz zusammenzutrommeln. »Was die hier seit 43 Jahren auf die Beine stellen ist echt super«, so sein Lob an die Organisatoren. 

Organisatoren wollen sich zurückziehen
Doch gerade diese sehnen langsam einen Wechsel herbei. Wie Harald Ziegler, gemeinsam mit Samy Ehret Vorsitzender der MFO, dem Lahrer Anzeiger vor Ort schilderte, werden die beiden auch noch die 44. Auflage als Organisatoren angehen. Doch dann soll Schluss sein. Da Nachwuchs dünn gesät ist, dürfte die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern schwierig werden. 

Rock und Irish Folk
Eine gute Wahl hatten die Verantwortlichen in Sachen musikalischer Unterhaltung getroffen. DJ Laat­sche sorgte bereits am Freitagabend für ein volles Festzelt. Live-Musik vom Feinsten boten Check Daniel’s am Samstag. Ausgelassen feierte das Biker-Volk zu Musik von Rock bis Irish Folk – bis zur letzten Zugabe.  

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