"Woche der offenen Tür"

"Musik zum Anfassen" bei der Lahrer Musikschule

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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19. Februar 2020

Auch ein Liederorchester war beim Abschluss der Musikschultage mit vollem Einsatz mit von der Partie. ©Endrik Baublies

Musik zum Anfassen hat mit einem Märchen begonnen. Viele Kinder und nicht wenige Eltern erlebten die Geschichte des Jungen Pelle, dem ein Rabe einiges über die Lahrer Musikschule erzählt hat. Der Nachmittag an dem die Besucher dann wirklich alles ansehen und ausprobieren konnten, hatte so einen spannenden Auftakt.

Wie können Kinder verstehen, was die Lahrer Musikschule alles an Unterrichtsmöglichkeiten bietet. Und wie können Eltern, die sich für den Unterricht interessieren, die eigenen Sprösslinge dafür begeistern? Ulrike Köllner, die einen „Kasten mit 88 Tasten“ (den Flügel) vorgestellt hatte, schlüpfte zum Auftakt vergangene Woche in die Rolle einer Puppenspielerin. 

Eine Figur war der junge und neugierige Pelle, die andere ein – unvermeidlich – neunmalkluger Rabe. Der Vogel erklärte dem Jungen, der sich für Musik interessierte, dass man Töne riechen, beschnuppern und dann wohl auch hören kann. Das alles zusammen sorge dann für den „richtigen Zauber, den jedes Instrument hat“. Im Garten – respektive der Bühne im „Konzertsaal Altes Scheffel“ – traten dann jüngere Schüler mit verschiedenen Instrumenten auf. Es gab Solisten, Duos, Trios und zwei Ensembles. 

“Live“ erleben

Diese Darstellung war für die Kinder, von denen etliche sicher noch nicht in die Schule gingen, spannend und nach dem Beifall zu urteilen auch unterhaltsam. Die Eltern konnten bei der Gelegenheit, Lehrer und andere Schüler „live“ erleben. So haben die Lehrer und Schüler zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Das Interesse an der späteren Besichtigung war mehr als genügend geweckt. 

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Tobias Meinen, Leiter der Musikschule, wünschte nach dem Schlussapplaus den Besuchern viel Spaß bei dem dann möglichen Rundgang. Er zeigte sich beim sehr gut besuchten Abschluss mit der gesamten „Woche der offenen Tür“ zufrieden. Seit Dienstag hat die Musikschule ihre gesamte Palette mit verschiedenen Konzerten und Auftritten präsentiert. So waren das Klavierkonzert am Dienstag, das Bläserkonzert am Donnerstag (im Konzertsaal), die „Jamsession“ am Mittwoch und „Musikschule rockt“ am Freitag (jeweils im Schlachthof) ein voller Erfolg.

Gelungenes Novum

Was sicher auch – angesichts des bis auf dem letzten Platz besetzten Auftakts von „Musik zum Anfassen“ – gelten dürfte. Gerade die Idee, mit dem Puppenspiel als Rahmen der Schülerauftritte, war tatsächlich ein gelungenes Novum und machte im Sinne der Lehrer und der Schüler an der Schule sicher auch Appetit auf mehr. Die Schüler auf der Bühne waren ebenfalls noch recht neu an der Musikschule. Auch das kam bei den künftigen Schülern und mehr noch bei den Eltern gut an. „Meister fallen – also auch in Lahr – nicht vom Himmel.“ 

Der Auftritt von Max mit der E-Gitarre und dem eingängigen Intro von „Smoke on the Water“ („Deep Purple“) war dennoch eine Klasse für sich. Da klatschten die meisten der Besucher mit und der Rabe war ganz aus dem Häuschen. Nachdem der Vogel dem kleine Pelle eine letzte „Rabenschnabel-Zettel-Message“ gesendet hatte, hatten Flötistinnen, ein Gitarrenduo, ein Kontrabass, ein Trommler, zwei Harfenistinnen, „Silvies Ensemble“, das Liederorchester und die „Bläserkids“ ihren Auftritt. Der Auftakt war gelungen. „Freude schöner Gotterfunken“ ist das Grundthema der neunten Sinfonie, des Meisters Ludwig van Beethoven. Das klang auch gut – mit Bass, Akkordeon, Flöte und Gitarre.

Info

Lahrer Musikschule in Zahlen

An der Lahrer Musikschule unterrichten derzeit 45 Lehrer rund 2000 Schüler. Neben einer Vielzahl an Blasinstrumenten gibt es – unter anderem – Unterricht an Streichinstrumenten und im Gesang. Es gibt verschiedene Angebote Percussion, eine „Trommelbande“, mehrere Pop- und Rockgruppen und mit den „Kitchen-Chicks“ ein Chor, der spontan auf einer Freizeit in einer Küche entstanden ist. Ein Barockorchester rundet das gesamte Angebot ab.

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