Meißenheim - Kürzell

Musikverein Kürzell erzeugt große Gefühle

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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01. Dezember 2019

Die große Singgruppe des MGV Kürzell begeisterte das Publikum beim Jahreskonzert frei nach ihren Vorbildern, den „Comedian Harmonists“. ©Hans Spengler

Das Jahreskonzert des Musikvereins Kürzell entführte die Besucher auf beste Weise in die Zeit des Wirtschaftswunders – in die USA wie auch nach Europa. 

Bereits vor dem Konzert wurden die Besucher in der Festhalle in Kürzell positiv überrascht: Die Mitglieder des Musikvereins beeindruckten in weißen Hemden mit Hosenträgern und Kopfbedeckungen wie in den 1920er Jahren. Die Damen trugen glitzernde Pailletten- und Charlestonkleider und hatten ihre Haare in Dixieland-Manier frisiert. 

Im Foyer spielte eine Dixi-Combo und nahm die vielen Besucher mit in die musikalische Welt des letzten Jahrhunderts, ausgehend aus New Orleans. Der regelrecht funkensprühende Musikleiter Gerald Arbogast hatte mit der Choreografie wieder ein Zeichen gesetzt. „Jetzt geht’s nimm besser“, hörte man bei den vorhergegangenen Konzerten. Doch immer wieder setzt Arbogast noch einen guten Level drauf.  

Nachwuchs überzeugte

Zunächst heizten die Bläserkids mit Thorsten Pabst die Stimmung im vollen Saal auf, bevor Katharina Walter mit ihren Jugendmusikern auftrat.  Das Palastorchester von „Max Raabe“ alias Klaus Ehret als Sänger begeisterte das musikverwöhnte Publikum mit „Was will der Mann auf der Veranda“ sowie „Dort tanzt Lulu“ und „Fräulein Pardon“. Dazwischen trat die große Singgruppe frei nach den „Comedian Harmonists“ des MGV Kürzell mit Stimmungsliedern auf. Die junge und talentierte Dirigentin Zoe Egli feierte dabei ihre Premiere. 

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Berühmte Jazzmusiker

Nach der Pause führte Katharina Walther durchs Programm, das von der Musikkapelle gestaltet wurde. Der Titel „Sing, sing, sing“ erinnerte an den berühmten Jazz-Klarinettisten Benny Goodman. Mit „Basin Street Blues“ von Spencer Williams wurden die neuen, emanzipierten Frauen geboren. Und auch die „Dick und Doof“-Filmmelodie sowie Evergreens von Frank Sinatra fehlten nicht. Die Titel wurden breitgefächert mit allen Registern gespielt. 

„Bei mir bist du schön“ erinnerte an Ella Fitzgerald, aber auch an Max Raabe und Zarah Leander. Walter informierte die Gäste immer über die Geschichte der einzelnen Titel, auch über die Dreigroschenoper „Die Moritat von Mackie Messer“ mit „Und der Haifisch der hat Zähne“. Weiter ging die musikalische Reise ins Hotel Ritz in Berlin, bevor „South Rampart Street Parade“ mit einem musikalischen Marsch an die einst verruchte Stadt New Orleans erinnerte. 

Beim Finale fanden sich alle Beteiligten auf der Bühne ein und Michael Fliehler sang gekonnt in Frauenkleidern als Zarah Leander den Evergreen „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn“, ehe alle miteinander das Lied „Ein Freund ein guter Freund“ anstimmten. Minutenlange Ovationen waren der Dank für ein bewegendes, rund vierstündiges Konzert. 

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