Friesenheim - Schuttern

Musikverein Schuttern klagt über fehlende Gastkapellen

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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01. Februar 2019
An Weihnachten spielten die Schutterner in der Kirche.

An Weihnachten spielten die Schutterner in der Kirche. ©Walter Holtfoth

Es sei schwieriger geworden, Gastkapellen zu verpflichten. So die Erfahrung des Musikvereins Schuttern. Positiv ist dagegen, dass es im eigenen Orchester und Vorstand keine Misstöne gibt, wie die Hauptversammlung bewies. 

Der Musikverein »Harmonie« Schuttern setzt auch bis 2022 auf einen Vorstand in bewährter Zusammensetzung. Die Wahlen in der Hauptversammlung am Mittwochabend ergaben die komplette Bestätigung des Gremiums mit Na­thalie Matuschyk (Vorstand Präsentation/Öffentlichkeitsarbeit), Jürgen Haid (Vorstand Feste/Veranstaltungen), Ralf Wiskow (Vorstand musikalischer Betrieb), Frank Kempf (Rechner), Fabio Haid und Maren Heizmann (beide Jugendvertreter) sowie Uwe Gutbrod, Jürgen Möller, Arnold Finner, Eddi Haid, Nicole Kohler und Arno Fimm (alle Beisitzer).

Ungewöhnlich war, dass ein zwar altbekanntes Gesicht die Versammlungsleitung übernahm, den man aber nicht unbedingt in dieser Funktion erwartet hätte. »Ihr werdet euch wundern, dass ich wieder hier stehe«, sagte Uwe Gutbrod, bis 2016 zweieinhalb Jahrzehnte lang Vorsitzender. Viele Krankheitsfälle unter den Vorstandskollegen hatten zu diesem kurzfristigen Schritt geführt. Er sprach von »einem arbeitsreichen Jahr, in dem wir unser Dorf halbwegs würdig vertreten haben, wie wir glauben«. Gutbrod blickte auf die zentralen Stationen 2018 zurück, darunter unter anderem das Mitwirken bei »Friesenheim bewegt«, ein Auftritt bei der Landesgartenschau in Lahr, die Brudertal-Wallfahrt, Sommerhock, Schutterner Fest, Auftritte in Wittelbach und anlässlich der 20-jährigen Jumelage mit Herbsheim sowie Frühjahrs- und Adventskonzert.

Minimaler Überschuss

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Frank Kempf präsentierte die Zahlen eines eher unspektakulären Jahres, in dem weder außerplanmäßige Einnahmen noch Ausgaben verzeichnet wurden. »Wir haben dennoch mit einem minimalen Überschuss abgeschlossen, wozu ich allerdings am wenigsten konnte«, scherzte der Rechner. Geehrt wurden die Aktiven für den besten Probebesuch, wobei die Toleranzgrenze 2018 recht hoch war. Bis zu fünf Fehlproben wurden mit einem Sektpräsent honoriert, wobei Roland und Uwe Gutbrod mit einmaligem Fehlen an der Spitze lagen. Es folgten Frank Kempf mit zwei, Ralf Liermann mit vier sowie Ralf Wiskow und Jürgen Silberer mit jeweils fünf. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf würdigte die Arbeit der Musiker im vergangenen Jahr, vor allen Dingen bei den Auftritten auf dörflicher, aber auch kommunaler Ebene.

Dirigent Roland Gutbrod zeigte sich mit den Leistungen 2018 zufrieden. Ob bei 40 Grad im Wittelbacher Festzelt oder bei winterlicher Kühle in der Klosterkirche – die Musiker hatten konstant gute Konzerte absolviert. Und auch der Auftritt bei der Landesgartenschau werde nicht nur den Zuschauern in Erinnerung bleiben. Hinsichtlich der Besetzung müsse immer wieder aufgrund von Ausfällen improvisiert werden. Dennoch ließe sich zum jetzigen Zeitpunkt die Situation noch kompensieren. 

»Stimmt nachdenklich«

Kritisch sah Gutbrod, dass es immer schwieriger werde, für Veranstaltungen Gastkapellen zu gewinnen. Und selbst wenn diese eigentlich zusagten, könne es noch immer zu Absagen in allerletzter Minute kommen. »Das stimmt einen nachdenklich«, so der Dirigent, für den ein solches Verhalten nicht infrage käme: »Das gibt es für mich nicht. Wenn ich irgendwo zusage, dann trete ich auch auf – notfalls mit der kleinen Truppe, aber ich bin da.«

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