Schwanau - Ottenheim

Muttertagskonzert in der Ottenheimer Michaelskirche

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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14. Mai 2019

Beim Muttertagskonzert in Ottenheim boten die kleinen Sänger und Nachwuchsmusiker viele Höhepunkte. ©Thorsten Mühl

Mit einem Ensemble aus 20 kleinen Sängern und Abordnungen der Nachwuchsmusiker von MVO und ACO, bot das Muttertagskonzert in der Ottenheimer Michaelskirche am Sonntagabend wieder gelungene Unterhaltung.
 

Der Muttertag wird in Schwanaus größtem Ortsteil seit vielen Jahren stets auf musikalische Weise abgerundet. Wenn ein Kinder-Projekt-Chor seine stimmlichen Qualitäten einbringt und dazu noch der musikalische Nachwuchs des Akkordeon-Clubs (ACO) und das Jugendorchester des Musikvereins (MVO) hinzukommen, dann stimmt die Mischung. Etwas mehr als eine Stunde dauerte das diesjährige Muttertagskonzert, das vor einer nahezu voll besetzten Kulisse in der Michaelskirche vonstatten ging.

Der diesmal aus rund 20 Nachwuchssängern und -sängerinnen, im Alter von drei bis zwölf Jahren, bestehende Kinder-Projekt-Chor agierte wie gewohnt unter musikalischer Leitung von Frank Spengler. Mit drei musikalischen Blöcken bildete der Projekt-Chor den Mittelpunkt der Konzertstunde, wobei inhaltlich eine ganze Reihe von Themen besungen wurde. 

Publikum einbezogen

Ob Konflikte und deren Lösung (»Das Lied vom Streit«), Gottesliebe (»Bist du groß oder bist du klein«) oder aber der selbstbewusste Hinweis auf die Bedeutung von Kindern im täglichen (Gemeinde-)Leben (»Wir sind die Kleinen in den Gemeinden«) – die Kinder verdeutlichten, dass sie wahrgenommen werden möchten. Ihren zweiten Part gestalteten die Chor-Kinder dann mit einigen Überraschungen. Ausgehend von der Bibelstelle Matthäus 18,20 (»Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.«), wurde das Publikum beim gleichnamigen Lied zum Kanon einbezogen. 

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Die Botschaft drückte Gemeinschaft in Gottes Namen aus, was in ähnlicher Form auch beim »Regenbogenlied« zutraf. Hier wagten sich einige der kleinen Projekt-Künstler an Soloparts, die Sonderapplaus erhielten. Als kleine Überraschung überreichten die Kinder während der letzten Liedklänge kleine Kuchenherzen an ihre Mütter. Eine wahrlich süße Überraschung und zugleich eine kleine Liebeserklärung an alle versammelten Mütter. Als zweiter »Special Effect« wurde die Michaelskirche mit einer kleinen Seifenblasen-Einlage erfüllt, die symbolisch den Regenbogen-Aspekt des Stücks unterstreichen sollte. 

Die ultimative Liebeserklärung stellte danach das Lied »Meine Mama hab’ ich lieb« dar, das nun wirklich nicht misszuverstehen war. Ihre Zuhörer gewannen die kleinen Künstler neben den Gesangsleistungen auch durch die Eigendynamik des Chors. Der eine sang ganz ernsthaft, der andere sang um gleichzeitig Mama und Papa zuzuwinken, andere wiederum strahlten was das Zeug hielt. Eine bunte Mischung, die rührend anzusehen war.

Die Nachwuchsmusiker des MVO trugen unter Leitung von Dirigent Bodo Lange zwei Blöcke zum Konzert bei. »Viva la Vida« (Coldplay), »Can’t get you out of my head« (Kylie Minogue), gefolgt von einer sogar sambamäßig angehauchten Fassung von Reinhard Meys Klassiker »Über den Wolken«, bis hin zu Abbas »Mamma Mia« – passend zum Anlass – hinterließen einen flotten, in Teilen recht überraschenden Eindruck. Regina Baur dirigierte den Nachwuchs des ACO, der sich desgleichen bei zwei Blöcken präsentieren konnte. 

Welt der Musicals

Zunächst wurde tief in die Musical-Trickkiste gegriffen, denn Graf Krolocks ebenso verführerischer wie verfluchender Gesang in »Totale Finsternis«, ist einer der Glanzpunkte aus dem »Tanz der Vampire«. Gefühlvoll wurde es, als ein Duo das ursprünglich für Klavier arrangierte »River flows in you« für Akkordeon präsentierte. Den Schlussakkord bildete »Wer hat an der Uhr gedreht« aus der Zeichentrick-Serie »Der rosarote Panther«. Die Konzertstunde wurde mit großem Applaus bedacht, alle Beteiligten hatten für ihr Publikum eine große Wohlfühl-Atmosphäre erzeugt.

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