Ortsumfahrung Kubach/Reichenbach

Nabu lehnt talzerschneidende Trassen für eine Umfahrung ab

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Redaktion
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22. Februar 2019
Die Ortsgruppe Lahr des Naturschutzbundes spricht sich gegen eine weitere Zerschneidung des Schuttertals durch die geplanten Trassen der Ortsumgehung aus.

Die Ortsgruppe Lahr des Naturschutzbundes spricht sich gegen eine weitere Zerschneidung des Schuttertals durch die geplanten Trassen der Ortsumgehung aus. ©Foto: Endrik Baublies

Der Vorstand der Ortsgruppe Lahr des Deutschen Naturschutzbundes (Nabu) hat sich gegen eine Ortsumfahrung in Kuhbach und Reichenbach ausgesprochen, die das Schuttertal noch weitergehend zerschneidet. Nach eingehender Diskussion, so heißt es in einer Pressemitteilung, fordere man dazu auf, keine Naherholungsgebiete und wertvolle Natur- und Retentionsräume zu zerstören. 
 

Der Nabu halte die Vorgehensweise des Regierungspräsidiums insgesamt für falsch angelegt, weil kein Gesamtkonzept für die Stadt Lahr anvisiert sei. Einen Teilbereich durch eine Straße scheinbar zu entlasten und dafür an anderer Stelle Nadelöhre zu schaffen, hält der Nabu für widersinnig. 

Alle vorgesehenen Trassenvarianten würden aber selbst im Reichenbacher und Kuhbacher Bereich zu noch stärkeren Belastungen führen, weil dann von zwei Seiten Verlärmung drohe und der ohnehin schon stark zersiedelten Landschaft im Bereich des Schindels, des Bombachtals und des Fischerknabs weiterer Schaden zugefügt werde. 

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Maßnahmenbündel
Vorrangiges Ziel müsse es sein, so die Forderung des Nabu, den Schwerlastverkehr auf der B 415 in Richtung Kinzigtal zu verbieten. Wenn dies auf einer Bundestraße rechtlich nicht durchgesetzt werden könne, müsse diese eben zur Landesstraße zurückgestuft werden. 

Die Informationsveranstaltung im Max-Planck-Gymnasium habe außerdem gezeigt, dass eine klare Mehrheit der Bevölkerung die vorgelegten Rezepte von gestern für die Verkehrsplanung ablehne. Das zur Verfügung stehende Geld solle  stattdessen für ein alternatives Maßnahmenpaket (zum Beispiel für schnellere Busverbindungen, eine Verbesserung der Radwegverbindungen, Geschwindigkeitsregulierungen, eventuelle Planung einer Unterführungstrasse unter Einbezug der Gesamtstadt, lärmschonende Straßenbeläge und ein Verbot des Schwerlastverkehrs) verwendet werden.

In die Planungen müsse nach Meinung des Nabu in Lahr auch die technische Entwicklung in der Autoindustrie in Richtung emissionsfreie Fahrzeuge und Überlegungen zur wirksamen Verkehrsvermeidung einbezogen werden. Utopische Vorstellungen wie die Wiederbelebung des »Entenköpfers« lehne der Nabu ebenfalls ab. 
Die Ortsgruppe des Nabu  in Lahr kündigt an, auch den weiteren Planungsprozess kritisch zu begleiten und allen Vorschlägen, die der Lebensqualität der betroffenen Bürger abträglich seien und die Natur zerstören würden, Widerstand entgegenbringen.

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