Friesenheim - Schuttern

Nach unglücklichem Start: Diese Ampel ist jetzt nachgerüstet

Alena Ehrlich
Lesezeit 4 Minuten
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07. Oktober 2022

Gleich mehrere Probleme hatte es beim Start des Verkehrsversuchs auf der Brücke zwischen Kürzell und Schuttern gegeben. ©Alena Ehrlich

Gleich mehrere Probleme hatte es beim Start des Verkehrsversuchs auf der Brücke zwischen Kürzell und Schuttern gegeben. Nach dem Pannen-Start beim Verkehrsversuch hat das Regierungspräsidium nachjustiert und bedauert den unglücklichen Start.

Alles andere als rund ist der  Verkehrsversuch auf der Brücke zwischen Schuttern und Kürzell angelaufen. Pannen bei der Ampelschaltung sorgten für lange Wartezeiten, Rückstaus, gefährliche Situationen und jede Menge Frust bei den Autofahrern. Am Montag war die Ampel zeitweise sogar komplett ausgefallen – ein Kabel wurde durchtrennt. Der holprige Start hat nun Konsequenzen für den weiteren Verlauf des Verkehrsversuchs, wie das Regierungspräsidium auf Nachfrage mitteilt. 

Während der gesamten Laufzeit – geplant ist der Verkehrsversuch bis Ende Dezember – soll die beauftragte Firma den Betrieb der Anlage nun täglich überwachen. „Sollte es erneut zu Beschädigungen kommen und die Anlage wieder ausfallen, werde aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Vollsperrung der Straße notwendig“, teilt das Regierungspräsidium mit. Zudem werde eine dichtere Kommunikation zwischen der Firma, dem RP sowie der Polizei überprüft.„Für weiterhin nicht vollständig auszuschließende Ausfallrisiken der Anlage wird zudem ein Notfallplan für die gesamte Testphase entwickelt, der auch eine kurzfristige Sperrmöglichkeit der Landesstraße aus Sicherheitsgründen beinhalten wird“.   

Die beauftragte Firma habe die Anlage, die am 27. September ohne Abnahme in Betrieb genommen worden war, zunächst unvollständig und fehlerhaft installiert, erklärt das RP. Ein Verkehrsdetektor sei damals nicht eingebaut worden, so hätte es dazu kommen können, dass ein langsameres Fahrzeug den einspurigen Abschnitt nicht rechtzeitig komplett durchfährt, bevor die Gegenseite bereits grünes Licht bekommt. Um dies zu verhindern und eine vorübergehende Vollsperrung der Landesstraße zu vermeiden, seien die Rotphasen zu Beginn des Versuchs deutlich verlängert worden. Ziel war, die Anlage nachzurüsten und am 4. Oktober in den planmäßigen Regelbetrieb zu starten. 

Nachdem Unbekannte ein Kabel durchtrennten, fiel die Anlage zeitweise vollständig aus. Der Schaden wurde laut RP noch am Montag behoben, wobei auch der fehlende Verkehrsdetektor ergänzt wurde. Nun könne die Ampelanlage den Verkehr abhängig des Verkehrsaufkommens steuern. „Die Grünphasen dauern jetzt jeweils so lange an, bis alle wartenden Fahrzeuge die Brücke passiert haben. Dadurch sind die Wartezeiten deutlich kürzer geworden“, erklärt das Regierungspräsidium. Darüber hinaus habe die beauftragte Firma bislang fehlende Markierungen aufgebracht.

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Bei einem Vor-Ort-Termin am Donnerstag wurde zudem die Situation für landwirtschaftliche Fahrzeuge an der Einmündung auf der Höhe des Sportplatzes in Kürzell thematisiert. Ein Test mit einem großen landwirtschaftlichen Fahrzeug brachte laut RP das Ergebnis, dass noch ein Ampelmast versetzt werden muss, der derzeit den Fahrtweg großer Fahrzeuge behindert. Darüber hinaus soll die Passage für Fußgänger und Radfahrer besser markiert werden. Diese Arbeiten sollen im Lauf der nächsten Woche erfolgen. Bis dahin müsse die Zufahrt des landwirtschaftlichen Weges aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Unsicherheit gebe es außerdem bei manchen Verkehrsteilnehmern, die vom Sportplatz in Kürzell her kommend nach rechts in Richtung Kürzell abbiegen wollen. Hierzu erklärt das RP, dass an dieser Stelle das Rechtsabbiegen unter Berücksichtigung des Verkehrs auf der L 118 erlaubt ist. Die rote Ampel mit dem Pfeil in Fahrtrichtung Meißenheim gilt nur für Linksabbieger. Diese dürfen erst fahren, wenn der Signalgeber auf dunkel stellt.

Großer Unmut

Das RP bedauere den unglücklichen Start meldet aber auch, dass sich Radfahrer  und Fußgänger über den neuen sicheren Weg freuten, heißt es in der Mitteilung weiter. Friesenheims Bürgermeister Erik Weide zeigte sich auf Nachfrage alles andere als glücklich über den pannenreichen Start des Verkehrsversuchs. „Der Unmut war groß, und so unrund wie es anfangs gelaufen ist, kann ich das durchaus nachvollziehen“, sagte er am Donnerstag über die Stimmung unter den Bürgern. Sofern der Versuch nun planmäßig laufe, sei die Situation aus seiner Sicht aber für zwei Monate auszuhalten. Sollten weitere Probleme auftreten, sei jedoch auch seine Geduld am Ende. Laut RP sei mit den Gemeinden Friesenheim und Meißenheim eine Zwischenevaluation des Verkehrsversuchs vereinbart worden.

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