Hauptversammlung

Nachbarschaftshilfe Lahr hat mit mehr Bürokratie zu kämpfen

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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17. Mai 2019

Ein weiteres Erfolgsmodell der Nachbarschaftshilfe Lahr: die Kochgruppe. ©Archivbild: Christine Breuer

Eine neue Verordnung namens Usta-VO sorgt für noch mehr Bürokratie. Auf der Hauptversammlung der Lahrer Nachbarschaftshilfe am Donnerstagabend im Ludwig-Frank-Haus waren die Mitglieder des Vorstands dennoch optimistisch, dass es weitergehen wird. 

Silvia Bainczyk ist Geschäftsführerin der Lahrer Nachbarschaftshilfe. Sie stellte bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend beeindruckende Zahlen vor: Wie viele Mitglieder der Verein hat und was und auch wie viel diese leisten oder im vergangenen Jahr geleistet haben. Mehr als 170 überwiegend Helferinnen seien im Jahr 2018 an 28 000 Arbeitsstunden im Einsatz gewesen. Ein Vergleich: Im Jahr 2017 waren es etwas mehr als 25 000 Stunden. »Die Helferin-nen und Helfer haben auch im vergangenen Jahr eine enorm wichtige soziale Arbeit geleistet.« Dafür gab es ein »großes Kompliment« und ein »herzliches Dankeschön« im Namen des Vorstands. 

Weiteres Erfolgsmodell

Neben den Anfragen und den verschiedenen Hilfestellungen für überwiegend älteren Menschen ist die Kochgruppe ein weiteres Erfolgsmodell. Gekocht werden kann gemeinsam in den Räumen der Nachbarschaftshilfe in der Kaiserstraße 48. Das Angebot gibt es an fünf Tagen in der Woche, montags bis frei-tags. Da stehen laut Bainczyk die Geselligkeit und Heiterkeit im Vordergrund. »Es wird viel gelacht.« Die Auslastung wäre gut. Da hier auch recht viele Betreuer gerne dabei sind, gebe es eine recht individuelle Betreuung. Insgesamt war Bainczyk mit den Einsätzen und dem außerordentlichen Engagement aller Einsatzkräfte mehr als zufrieden.

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Die Kehrseite der Medaille ist die neue »Unterstützungs-Angebote Verordnung« (Usta-Vo). Um weiter Hilfe vonseiten des Landratsamts und den Pflegekassen zu bekommen, müssten die Einsatzkräfte seit diesem Jahr eine Schulung von mindestens 30 Stunden absolvieren. Diese Qualifizierung sei erforderlich für alle Helfer, die nicht schon seit mehreren Jahren dabei sind. »Diese Voraussetzung umzusetzen, war eine ganz enorme Herausforderung«, sagte Bainczyk. Das sei jedoch zum großen Teil gelungen: »Auch in diesem Monat absolvieren 20 Helferinnen die Qualifizierungsschulung, eine weitere Schulung wird im Herbst angeboten.« 

40. Geburtstag

Einen Appell gab es vonseiten der Geschäftsführung und des Vorstands. Man benötige immer weitere Helfer. Bainczyk erinnerte an die Feiern im vergangenen Jahr als die Nachbarschaftshilfe den 40. Geburtstag und die Kochgruppe den 15. Geburtstag gefeiert hatten. Sie ergänzte hier, dass der Bedarf, der vor 40 Jahren zur Gründung des Vereins geführt habe, heute immer noch da wäre. Mit dem Unterschied, dass die Nachfrage deutlich gestiegen wäre.

Barbara Ebel, die bei der Nachbarschaftshilfe in der Verwaltung arbeitet und für die Buchhaltung verantwortlich ist, stellte für den entschuldigten Rechner Hubert Henninger die Zahlen des vergangenen Rechnungsjahres vor. Einwände oder Nachfragen gab es nicht. Der Vorstand wurde entlastet.

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