Lahr/Schwarzwald

Neue Räume für die Freie evangelische Schule

Autor: 
Jacqueline Meier
Lesezeit 3 Minuten
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17. März 2014
Gäste der Veranstaltung.

Gäste der Veranstaltung. © Jacqueline Meier

Dem Traum eines Schulcampus ist die Freie evangelische Schule (FES) mit dem Neubau der Grundschule näher gekommen. Am Samstag wurde das Gebäude in einem Festakt eingeweiht und mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Mehr als 18 Jahre hat die FES ihre Schüler ausschließlich in den ehemaligen Militärbarracken auf dem Flugplatzgelände unterrichtet, jetzt hat sie ein richtiges Schulgebäude. Und, wenn alles so funktioniert, wie es sich die Schulleitung und der Trägerverein vorstellen, sollen noch mindestens zwei weitere Schulhäuser für die Sekundarstufen folgen.

Festredner Berthold Meier, Generalsekretär des Verbands evangelischer Bekenntnisschulen, hatte eine Axt mitgebracht. Er bezog sich in seiner Ansprache, die er in eine Predigt gekleidet hatte, auf den Propheten Elischa und die Geschichte mit der schwimmenden Axt (Altes Testament, zweites Buch der Könige), in der einem Prophetenschüler beim Holzfällen das Eisen der Axt vom Holz rutschte und ins Wasser fiel. »Christliche Schulen sind Elternschulen, in denen die Eltern die Verwaltung stellen mit anpacken und Verantwortung übernehmen«, sagte Meier. Sie seien kein Dienstleistungsbetrieb – das dürften vor allem die Eltern nicht vergessen. Schüler dürften hier auch nicht berieselt werden, sondern sollten zu Menschen erzogen werde, die selbst denken – ob konform oder quer. In christlichen Schulen herrsche ein Klima des Vertrauens, in dem auch Fehler erlaubt seien. Die Schulen müssten nicht hinter staatlichen Schulen zurückstehen. »Es gilt der ganz normale Bildungsplan, es gibt qualifizierte Pädagogen, die die Schüler stark machen für das Leben. Aber das kann nur funktionieren, wenn den Kindern auch das Evangelium verkündet wird.«

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2008 begann Planung
Christoph Schlenker vom Bauausschuss und Architekt Rainer Siegel gaben einen Überblick über die Bauzeit, die 2008 mit der Erkenntnis begann, dass die angemieteten Räume in den Barracken nicht mehr ausreichen würden. »Das Wort Bauausschuss mit vier S und zweimal Au klingt nach Ausdauer und Sitzfleisch«, sagte Schlenker. Aber die Arbeit habe sich gelohnt, der Kostenrahmen sei eingehalten worden. »Es hat uns gewundert, dass wir den Zuschlag bekommen haben«, erzählte Siegel. Nach der Präsentation habe er den Eindruck gehabt, die Planungen seien als »Kistenarchitektur« gewertet worden. Das Ziel der Planer sei gewesen, ein Schuldorf mit drei Gebäuden und einem Dorfplatz zu errichten.

Mit einer anonymen Spende in Höhe von 1500 Euro, die jemand offensichtlich mühsam zusammengespart hatte, habe das Projekt Neubau begonnen, berichtete Schulleiter Wolfgang Rudolph. Die Arbeit der Schule verglich der Rektor mit dem Gebäude, das auf vielen Betonsäulen stehe, das erst halte, wenn der Beton so wie der Glaube gehärtet sei. Deshalb verpflichteten sich die Lehrer sinnbildlich mit dem Leitspruch »Den Wort Herr sei unser Fundament« dem Auftrag zu folgen.

Vergessen seien die Tage der Containerwelt, sagte Hermann Burger, der in Vertretung von Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller Grußworte der Stadt überbrachte. Mit der FES, die vor etwas mehr als 18 Jahren in Lahr mit acht Grundschülern an den Start ging, habe Lahr als Schulstadt eine beachtliche Stärkung erfahren. Joachim Schwab von der Schulbehörde in Offenburg lobte den Dreiklang aus Mitschülern, Lehrern und Raum, die ein Kind benötigt und der hier besonders gut klinge. Weitere Grußworte überbrachten Hans-Werner Erb von der Evangelischen Allianz Lahr, Schuldekan Hans-Georg Dietrich, Michael Basler (Schulleiter der FES Lörrach) und Eduard Veil im Namen der Eltern.

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