Lahr/Schwarzwald

Neue Serie mit Historischem Verein: "Alt-Lahr in Bildern"

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15. März 2019
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»Alt-Lahr in Bildern« (1): Nach einem Brand im Jahr 1911 wurde das Gasthaus »Schlüssel« neuer und moderner wieder aufgebaut. Seit dem Jahr 1888 gab es im Haus auch eine Metzgerei. Belebt wurde die Gaststätte durch die Einrichtung eines Bahnhofes in der Friedrichstraße. Am 22. September 1894 fand die Jungfernfahrt der Lahrer Straßenbahn, die von Ottenheim bis nach Seelbach fuhr, statt. Aufgrund des aufkommenden Omnisbusverkehrs wurde die Strecke, die unmittelbar am »Schlüssel« vorbeiführte, im Jahr 1952 eing

(Bild 1/2) »Alt-Lahr in Bildern« (1): Nach einem Brand im Jahr 1911 wurde das Gasthaus »Schlüssel« neuer und moderner wieder aufgebaut. Seit dem Jahr 1888 gab es im Haus auch eine Metzgerei. Belebt wurde die Gaststätte durch die Einrichtung eines Bahnhofes in der Friedrichstraße. Am 22. September 1894 fand die Jungfernfahrt der Lahrer Straßenbahn, die von Ottenheim bis nach Seelbach fuhr, statt. Aufgrund des aufkommenden Omnisbusverkehrs wurde die Strecke, die unmittelbar am »Schlüssel« vorbeiführte, im Jahr 1952 eingestellt. ©Sammlung Norbert Klein

Bildhafte Einblicke in die Vergangenheit der Stadt – das bietet der Lahrer Anzeiger ab jetzt. Auf der zweiten Lokalseite oben veröffentlichen wir in loser Folge alte Fotos mit kurzen Erklärungen. Die Bilder auszuwählen und die Texte zu schreiben, das liegt in den Händen von Norbert Klein. Der 61-Jährige ist seit 2010 im Vorstand der Regionalgruppe Geroldsecker Land des Historischen Vereins Mittelbaden und seit 2918 Vorsitzender. Wie er die Serie aufbaut, erzählt er im Interview.

Herr Klein, eintauchen in die Geschichte: Was gefällt Ihnen daran?
Norbert Klein: Ich bin der Meinung: Wenn man in der Region wohnt, sollte man sich in der Region besser auskennen.

Wie entstand Ihre Leidenschaft fürs Historische?
Klein: Seit ich als Jugendlicher die Geschichtsbänder »Geroldsecker Land« in der Hand hatte. Es war immer ein Traum von mir, vielleicht mal selber die Lokalhistorie zu erforschen.

Sind Sie aus Lahr?
Klein: Geboren bin ich in Ettenheim. Seit 1978 wohne ich in Lahr durch meinen Beruf als Ausbilder bei der Bereitschaftspolizei. Als ich 1995 anfing, beim Alpenverein Burgen-Touren für Kinder anzubieten, interessierte ich mir für die Geschichte der elsässischen Burgen. Dann kam immer mehr dazu. Die Zeit der Kelten, der Römer, das Mittelalter, die Geschichte der beiden Weltkriege.

Immer aufs Elsass bezogen?
Klein: Ja. Danach erweiterte ich mein Repertoire und habe mich mit der Lahrer Geschichte intensiver beschäftigt. 

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Haben Sie besondere Schwerpunkte oder entdecken Sie Gebiet für Gebiet?
Klein: Ich habe mich 2010 in der Regionalgruppe Geroldsecker Land bereit erklärt, als Projektleiter für Lahrer Geschichte im Vorstand mitzuarbeiten. Dann sucht man sich natürlich auch Projekte. Meine Schwerpunkte sind die militärische Geschichte, die Bahn-Geschichte und die nationalsozialistische Zeit, hier besonders die Opfer-Geschichte der Juden im Alt-Landkreis Lahr. Mein Spezialgebiet ist die Stadtentwicklung. Da habe ich eine Marktlücke entdeckte. Dafür hatte sich noch keiner so richtig interessiert. 

Sie halten auch Vorträge: Um andere ebenfalls für Gechichte zu begeistern?
Klein: Wenn man sich intensiver mit einer Sache beschäftigt, wird die Bilder- und Geschichtensammlung immer größer. Irgendwann kommt dann der Wunsch, dass man das alles nicht bei sich behält, sondern weitergibt. 
 

Für den Lahrer Anzeiger suchen Sie nun immer alte Fotos aus der Stadt heraus. Wie wollen Sie die Serie »Alt-Lahr in Bildern« aufbauen?
Klein: Es wird um Straßen und Plätze gehen. Als eine Art Rundgang durch die »Hauptstraßen« . Auf den Fotos werden auch Gebäude zu sehen sein, die es nicht mehr gibt. Ich fange in der Oststadt am »Schlüssel« an, gehe über Friedrichstraße und Kaiserstraße und die Schillerstraße runter und vom Rathausplatz die Marktstraße hoch. Danach sollen noch andere Straßen in der Stadt folgen. 

Wie viele Fotos haben Sie denn zu dem Thema?
Klein: (lacht) Unerschöpflich viele!
 

Zur Person

Norbert Klein...

... wurde 1957 in Ettenheim geboren. Ab 1973 war er Polizeibeamter, unter anderem langjähriger stellvertretender Leiter der Polizeischule Lahr und zuletzt Referent für Organisation und Planung beim Institutsbereich Ausbildung Lahr als Zweig der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen. 2017 ging er in den Ruhestand 1995 gründete er eine Familiengruppe im Alpenverein Lahr. Klein ist verheiratet und hat einen Sohn (30).

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